Cloud Computing – FAQ

Die wichtigsten Cloud-Begriffe erklärt

Freitag, 27.12.2013 | 08:33 von Wolfgang Sommergut
PC-WELT erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Cloud Computing.
Vergrößern PC-WELT erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Cloud Computing.
© iStockphoto.com/Devy Masselink
Der Trend geht zu Cloud Computing. Begriffe wie Personal Cloud, Private Cloud und Public Cloud werfen bei vielen Benutzern Fragen auf. Wir erklären die wichtigsten Cloud-Begriffe und sagen Ihnen auch, welche Vorteile Cloud Computing bietet.

Vorteile von Clouds

Cloud-Services reduzieren Kosten. Unternehmen müssen bei einer herkömmlichen Bereitstellung von Ressourcen anfangs in den Ausbau einer entsprechenden internen IT-Infrastruktur investieren: Die so genannten Anfangsinvestitionen (Capital expenditures; kurz CAPEX). Beim Cloud Computing erübrigen sich diese Kosten. Standardisierte Leistungen werden als Cloud-Services schneller und günstiger angeboten. Entsprechende Anbieter haben für Cloud-Dienste ihre Rechenzentren intensiv automatisiert und die Ressourcen werden optimal ausgelastet. Heterogene und global verstreute Nutzer nehmen rund um die Uhr die bereitgestellten Dienstleistungen in Anspruch. Attraktive Preise sorgen für eine optimale Auslastung – auch außerhalb von Spitzenzeiten werden die Cloud-Dienste gerne wahrgenommen. Unternehmen haben nur laufende Kosten (Operational expenditure; kurz OPEX), wenn sie Cloud-Dienste beziehen. Weiterer Vorteil: IT-Ressourcen werden von Cloud-Computing-Anbietern schneller bereitgestellt, als dies Firmen mit eigenen Mitteln oftmals bewerkstelligen können.

Vielerorts wird mit dem Begriff Cloud-Dienste geworben, so finden Anwender auch einfache Hosting-Dienste als Cloud-Services vor. Welche Konditionen müssen  für eine Cloud erfüllt sein? Welche Ansätze gibt es und wie unterscheiden sich die einzelnen Cloud-Arten? Wir beantworten die Fragen auf dieser und auf den nachfolgenden Seiten.

Wesentliche Merkmale einer Cloud

Es gibt unterschiedliche Definitionen für den Begriff Cloud. Die wesentlichen Aspekte lassen sich allerdings wie folgt zusammenfassen:

  • Elastizität: Anbieter stellen ihren Kunden Ressourcen zur Verfügung. Diese können die Nutzer abhängig von ihren Anforderungen verwenden. Liegt ein hoher Bedarf vor, skalieren die Anwender unbegrenzt die Leistung. Nachdem diese nicht mehr benötigt wird, werden die nicht mehr gebrauchten Ressourcen freigegeben.
Freitag, 27.12.2013 | 08:33 von Wolfgang Sommergut
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (21)
  • gkj43 22:07 | 02.10.2012

    Ich hab's zwar noch nicht ausprobiert aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit Team Viewer jederzeit(wenn mein Rechner läuft) von überall auf meine Daten zugreifen kann und zwar auf alle.

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  • tempranillo 11:06 | 02.10.2012

    Ok, danke. Das sehe ich ein.

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  • kalweit 08:04 | 02.10.2012

    Zitat: tempranillo
    1. Ist das wirklich so, dass die finanzkräftigen Kunden ausbleiben? Gab es da konkrete, enttäuschte Erwartungen
    Neben der genannten Preispolitik (beim Cloudcomputing geht ja nicht in erster Linie um Speicherplatz, sondern um das Auslagern von Anwendungen - deswegen sind die "Cloud"-Angebote für Privat kaum vergleichbar) stellen rechtliche Probleme eine große Hürde dar. Wie will man als Firma deutschen Datenschutz garantieren un durchsetzen, wenn man die Daten auf den Servern irgend einer Bananenrepublik (in den USA gibt z.B. Gesetze, die die Onlineanbieter zum Auschnüffeln der ihnen anvertauten Daten zwingen - so wegen Terror unso) ohne diese Standards verarbeiten und speichern lässt. Meines Wissens ist zur Zeit die Telekom der einzige Anbieter, wo man Deutschland als Serverstanort vertraglich festschreiben kann.
    2. Muss man bei der Sicherheit nicht ein wenig differenzieren?
    Nö. Es muss jeder selbst entscheiden, welche Risiken vertretbar sind. Nochmal: wenn es um Firmen geht, geht es nicht um eine simple Onlinefestplatte, sondern darum, die gesamte - nicht persönliche IT - ins Netz auszulagern. Jeder Admin weiß, wie komplizieret zuweilen die Sicherheitskonzepte selbst bei kleineren Netzen umzusetzen und zu kontrollieren sind. In der Cloud übernimmt dies ja niemand anders - man muss das nach wie vor selbst machen, nur mit dem Unterschied, dass man keinen physikalischen Zugriff mehr auf die Systeme hat und sich die Hard- und Software mit anderen Cloudkunden teilen muss.

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  • tempranillo 22:56 | 01.10.2012

    Sorry, wenn ich so blond frage. Ich habe mich mit dem Thema noch nicht so sehr beschäftigt: 1. Ist das wirklich so, dass die finanzkräftigen Kunden ausbleiben? Gab es da konkrete, enttäuschte Erwartungen oder wird hier einfach nur angesichts der wachsenden Mobilität des Internets ein zukünftiges Geschäftsfeld vorbereitet? 2. Muss man bei der Sicherheit nicht ein wenig differenzieren? 2.1 Zumindest kleinere oder mittlere Unternehmen profitieren doch auch vom Knowhow des Cloud-Anbieters. Ich halte es für grundsätzlich einfacher, den Server des Onlinehändlers Garage & Sofa GmbH & Co KG zu kapern als die Server eines prominenten Cloud-Anbieters. Zumindest spart die Fa. Garage & Sofa doch Ressourcen bei der Absicherung ein. 2.2 Probleme beim Zugriff gibt es dank SSL/TSL nicht mehr. 2.3 Es bleibt das Problem, dass kaum kontrollierte Konzerne weitere Möglichkeiten der Datenverknüpfung haben. Aber reicht der derzeitige Stand der Technik bei der Kryptographie nicht aus? Wenn man nicht gerade Verschwörungstheoretiker ist, kann man davon ausgehen, dass der Hoster nicht an den Inhalt der Daten herankommt. Er kann allenfalls nachvollziehen, von welchem ungefähren Ort mit welchem Gerät auf die verschlüsselten Daten zugegriffen wird. Wo ist da das konkrete Gefährdungspotential? Der Telefonprovider der Fa. Garage & Sohn weiß doch jetzt schon, von wo auf was zugegriffen wird. Ich meine diese Fragen übrigens ernst und nicht rhetorisch. Ich muss da wohl noch dazulernen.

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  • kalweit 22:16 | 01.10.2012

    Zitat: Gany
    Ich wundere mich sowieso dass der Private User jetzt von überallher die Wolken nur noch so hinterher geschmissen bekommt.
    Mich wundert das nicht, ich finde es sogar logisch. Die Technik wurde schon vor Jahren bei den Anbietern beschafft, aber die finanzkräftige Zielgruppe streubt sich trotz massiver Werbung weiterhin. Auch sieht bei der bisherigen Preisgestaltung niemand mehr durch. Da muss man als Kunde Prozessorleistung, Ram, Speicherplatz und Übertragungsvolumen separat kalkulieren und bezahlen. Da sagt sich jeder Mittelständler zu recht: wenn's eng wird, wird halt der nächste Server für 30 Eumel dazu gemietet und gut ist. Es bleibt den Anbietern gar nichts anderes übrig, als das Cloudzeug jetzt an die Privatkunden zu verticken.

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