Scangauge, CarCamOne, Endoskop, Batterie-Aktivator

Pfiffiges IT- und Technikzubehör für Autos (Update 20.1.)

Dienstag den 20.01.2015 um 08:32 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

PKW-Steuergerät selbst auslesen, Bord-Computer nachrüsten, Hohlräume untersuchen, Bluetooth-Freisprecher installieren, Spionage-Kamera aufbauen, Head-Up-Display simulieren, Batterien fit halten, Radarfallen aufspüren - Sie können Ihr Auto für wenig Geld mit vielen originellen und/oder nützlichen Funktionen nachrüsten. Nicht nur für IT-Fans eine spannende Herausforderung, sondern auch wichtig für Vielfahrer im Berufs-Alltag. Update 20.1.: Noch mehr Bord-Computer-Lösungen.

Klar, Sie können mit Ihrem fahrbaren Untersatz einfach nur fahren. Dafür ist ein Auto schließlich da. Doch es gibt viele Gründe, weswegen Sie sich mit der Bordausstattung des PKW-Herstellers nicht zufrieden geben sollten.

Informationsanzeigen nachrüsten

Die Bordausstattung kann zum Beispiel derart knapp bemessen sein, dass Ihnen wichtige Informationen fehlen. Nehmen wir als Beispiel einen Kleinstwagen wie Toyota Aygo/Citroen C1/Peugeot 107: Er verfügt nicht einmal über eine Anzeige für die Kühlwassertemperatur. Es macht aber durchaus Sinn rechtzeitig zu bemerken, wenn die Kühlwassertemperatur steigt – dann können Sie beispielsweise das Gebläse samt Heizung anwerfen (dazu die Fenster öffnen, damit Sie nicht den Hitzetod sterben) um die Hitze vom Motor abzuführen. Ebenso fehlt bei vielen Klein- und Kleinstwagen wie dem Aygo ein Drehzahlmesser – für eine sparsame und schonende Fahrweise ist dieser aber durchaus sinnvoll. Der vom Auto-Hersteller angebotene Drehzahlmesser zum Nachrüsten ist dagegen meist teuer. Es geht aber auch billiger – wie? Das erfahren Sie bei uns.

Smartphone und Tablet im Auto anschließen

Sie brauchen zusätzliche Ausstattung, um Ihr mobiles IT-Equipment anschließen oder mit Strom versorgen zu können? Smartphones und Tablet-PCs wollen schließlich geladen werden – das geht nirgends leichter als im Auto. Wir stellen das dafür nötige Zubehör vor.

Totale Kontrolle mit der Onboard-Kamera

Sie wollen Zusatzfunktionen genießen, die der Hersteller Ihres Fahrzeugs noch gar nicht anbietet? Beispielsweise eine On-Board-Kamera? Diesen Luxus gibt es bei einigen Oberklasse-Fahrzeugen wie dem VW Touareg, doch es geht preiswerter und vor allem auch in Autos, für die eine derartige Kamera ab Werk nicht erhältlich sind. Wir zeigen Ihnen eine „Spionage-Kamera“, genauer gesagt: eine Onboard-Kamera für das Auto.

Das Auto effektiv gegen Diebstahl schützen

Sie wollen Ihr Auto gegen Diebstahl zusätzlich zu Wegfahrsperre und Alarmanlage absichern? Auch hier wissen wir Rat.

Auto-Fehlerspeicher selbst auslesen

Moderne Autos speichern viele Informationen und Fehlermeldungen in ihrem Steuergerät. Dieses elektronische Hirn Ihres Kraftfahrzeugs können Sie über die OBD-2-Schnittstelle auslesen. Die Vertragswerkstätten machen das beispielsweise während der Inspektion. Doch es gibt viele Gründe dafür, dass Sie das Auslesen des Fehlerspeichers selbst in die Hände nehmen sollten: Sie wollen sich vor dem Inspektionstermin über etwaige Probleme informieren, Sie lassen Ihr Fahrzeug erst gar nicht bei einem Vertragshändler warten oder aber Sie haben immer wieder Fehlermeldungen während des Betriebs und wollen diesen auf die Spur kommen. Dann benötigen Sie ein Lesegerät. Für ambitionierte Bastler gibt es sogar OBD-Geräte, mit denen Sie Einstellungen an Ihrem PKW verändern können. Dann heißt es aber aufpassen, dass Sie Ihr Auto nicht ruinieren.

Selbst Hohlräume inspizieren

Falls Ihr Auto schon etwas älter ist, wollen Sie vielleicht einmal Rost-anfällige Hohlräume und verborgene Winkel inspizieren. Dafür müssen Sie keinen teuren Lackierfachbetrieb aufsuchen, denn das geht durchaus auch mit Heimwerkermitteln. Wir verraten wie.

Nützliches Technik-Zubehör fürs Auto

Darüber reden wir nicht

Wir gehen hier nicht auf Einpark-Hilfen, Rückfahrkameras oder Techniken zur Marderabwehr ein. Denn das sind Allerwelts-Techniken, die ohnehin jeder kennt. Smartphone- und Tablet-Halterungen für das Auto interessieren uns ebenfalls nicht, weil hier das Angebot schier unübersichtlich und zudem Geräte-bezogen ist. Ein Hinweis ist aber in Bezug auf KFZ-Halterungen wichtig: Das beste Angebot finden Sie für iPhone und iPad sowie für einige wenige, weit verbreitete Android-Smartphones. Dürftig ist dagegen das Angebot an guten(!) Halterungen für Android-Tablets. Die meisten uns bekannten Tablet-Halterungen sind wackelig und fallen schnell ab - was die Verkäufer aber nicht daran hindert, permanent das Gegenteil zu behaupten. Ebenso ist von Halterungen abzuraten, die auf das Armaturenbrett gestellt werden und angeblich per "Vakuum-Saug-Effekt" halten sollen. Sie rutschen meist weg.

Gerade bei schweren Tablets sollten Sie auf Saugnapflösungen verzichten und allenfalls Halter kaufen, die fest am Armaturenbrett, beispielsweise an den Lüftergittern, befestigt werden. Prüfen Sie aber vor dem Kauf, ob das GPS-Signal bei einem Einbau des Tablets relativ weit entfernt von der Windschutzscheibe noch funktioniert.

Tipp für zuverlässige Befestigungen: Unbestritten robust und zuverlässig sind die Halterungen von Brodit. Sie bestehen aus der fahrzeugspezifischen Montageplattform ProClip (die nach dem Automobil ausgewählt wird) und einer gerätespezifischen Halteschale (die nach dem Mobil-Gerät ausgewählt wird), die auf dem ProClip befestigt wird.


Und los geht's : Die besten Gadgets für Auto-Fahrer

PC-WELT hat für Sie pfiffige Lösungen für echte Technik-Liebhaber zusammengestellt, die einen spürbaren Nutzwert bieten und/oder einfach Spaß machen. Besonders interessant und nutzwertorientiert ist unser automobiles Technik-Zubehör für Vielfahrer im Berufsalltag und für PKWs im Unternehmenseinsatz. Und nun viel Spaß beim Stöbern...

Endoskopkamera für die Hohlraum-Inspektion

Mit einer Endoskopkamera können Sie die Hohlräume Ihres
PKWs kontrollieren (hier ein Modell mit eigenem
Bildschirm)
Vergrößern Mit einer Endoskopkamera können Sie die Hohlräume Ihres PKWs kontrollieren (hier ein Modell mit eigenem Bildschirm)

„Bis dass der Rost uns scheidet“ konnte man früher auf Aufklebern auf so manchem in die Jahre gekommenen Fahrzeug lesen. Meist handelte es sich dabei um französische oder italienische PKWs. Mittlerweile ist die Rostprophylaxe deutlich besser geworden, die meisten Hersteller versprechen unter Auflagen und mit Einschränkungen eine Durchrostgarantie von um die zehn Jahre. Doch gerade wer ein älteres Fabrikat fährt, sollte sich vergewissern, ob die rote Pest nicht bereits in den Hohlräumen und an schwer zugänglichen Stellen wuchert. Schauen Sie also besser rechtzeitig nach und führen Sie dann eine Hohlraumversiegelung durch beziehungsweise lassen sie eine solche in einer Lackiererei durchführen.

Um einen Blick in die Hohlräume Ihres PKWs werfen zu können, benötigen Sie keine Flex – das wäre dem Blech auch nicht zuträglich. Besorgen Sie sich stattdessen eine Endoskop-Kamera. Solche Kameras gibt es in der preiswerteren Variante zum Anschluss an ein Notebook . Das Bild wird dann auf dem Notebook-Monitor ausgegeben. Für den Einsatz in einer schmutzigen Werkstatt und unter dem Auto ist diese Lösung weniger gut geeignet. Die etwas kostspieligeren Endoskop-Kameras dagegen zeichnen das Bild auf und geben es vor allem auf einen eigenen kleinen Bildschirm aus. Tipp: Mitunter werden solche Endoskop-Kameras mit eigenem Monitor bei den Discountern recht preiswert verkauft.

Achten Sie beim Kauf auf den Durchmesser des Kamerakopfes. Er muss klein genug sein, damit er durch die Wasserablauflöcher und die Wartungsöffnungen Ihres Fahrzeugs passt.

Der Megapulse soll bereits angeschlagene Batterie
wiederbeleben und noch intakte Batterie länger fit bleiben
lassen.
Vergrößern Der Megapulse soll bereits angeschlagene Batterie wiederbeleben und noch intakte Batterie länger fit bleiben lassen.
© Novitec

Megapulse-Akku-Aktivator macht müde Batterien munter

Der Megapulse-Akku-Aktivator soll die Sulfatierung und damit die vorzeitige Alterung und den zu frühen Auto-Batterie-Tod verhindern. Batterien in Fahrzeugen, die ständig gefahren werden und damit immer voll aufgeladene Batterien besitzen, benötigen den Megapulse in der Regel zwar nicht. Anders sieht die Sache aber aus, wenn ein Fahrzeug nur selten bewegt wird, zum Beispiel bei einem Oldtimer, einem Cabrio oder einem Zweitwagen für die Stadt. Hier kann die Akku-Kapazität bald nachlassen, eben wegen der Sulfatierung, die auftritt, wenn die Auto-Batterie wenig genutzt wird. Der Megapulse soll das verhindern, indem er „hochfrequente Spannungsimpulse“ in der Batterie auslöst. Das wiederum soll die entstandenen Blei-Kristalle lösen und so die Sulfatierung rückgängig machen. Mit dem Ergebnis: Eine bessere Startleistung und längere Lebensdauer der Batterie.

Der zirka Zigarettenschachtel-große Megapulse von Hersteller Novitec kostet für eine 12-Volt-Batterie 69,95 Euro zuzüglich Versandkosten.

Der Einbau ist einfach und auch von Laien zu schaffen. Die beiden Kabel des Megapulse werden einfach mit Plus- und Minus-Pol der Auto-Batterie verbunden. Der Megapulse nimmt seine Arbeit erst bei einer Spannung von 12,8 Volt auf. Liegt die Spannung darunter, bleibt er inaktiv. Der Megapulse wird also typischerweise während der Fahrt verwendet und darf also nicht mit einem Batterieladegerät oder einem Batterieerhaltungsgerät verwechselt werden (wobei man den Megapulse natürlich auch während des Aufladens mit einem Batterieladegerät anschließen kann). Ein grünes Kontrolllicht zeigt an, wenn der Megapulse arbeitet.

Wichtig: Wenn die Batterie zum Beispiel aufgrund eines Kurzschlusses defekt ist, kann der Megapulse nicht mehr helfen.

Gerade für Oldtimer, Cabrios und wenig genutzte Zweitwagen könnte sich diese Investition lohnen.

Dienstag den 20.01.2015 um 08:32 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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