Für den Chipsatz bleibt nicht mehr viel zu tun bei Intels neuer Notebook-Plattform: Grafikeinheit und Speichercontroller wandern ja in den Prozessor. Seine Hauptaufgabe ist nun, die restlichen Systemkomponenten anzubinden wie Laufwerke oder USB-Geräte.
Vier neue Chipsätze begleiten die Arrandale-CPUs: Die beiden Modelle QM57 und QS57 sind für Business-Notebooks gedacht – sie unterstützen Intels Active Management Technology, die beispielsweise die Fernwartung von Notebooks erlaubt.
Die meisten Notebooks für Privatanwender werden als Chipsatz den HM57 oder den HM55 nutzen. Mit den Quad-Core-Modellen des Core i7 hatte Intel bereits den Chipsatz PM55 vorgestellt.
Alle Chipsätze unterstützen bis zu 14 USB-Ports (HM55: 12 USB-Ports). Dabei arbeiten die Chipsätze nur mit USB-2.0-Tempo – obwohl die ersten USB-3.0-Geräte bereits zu haben sind. Weiterhin bieten die Chipsätze acht PCI-Express-Lanes (HM55: 6) sowie sechs SATA-II-Anschlüsse (HM55: 4).
Die neuen WLAN-Module
Den Namen Centrino tragen künftig nur noch die WLAN-Module von Intel. Drei stellt Intel mit Arrandale vor: Alle unterstützen den aktuellen WLAN-Standard 11n. Die WLAN-Module funken auf den beiden 11n-Frequenzen 2,4 und 5 GHz – sofern das Notebook über passende Antennen verfügt.
Der Centrino Ultimate-N 6300 kann maximal drei Datenströme gleichzeitig senden und empfangen: Seine theoretische Transferrate liegt daher bei 450 MBit/s. Mit je zwei parallelen Datenströmen arbeitet der Centrino Advanced-N 6200, der maximale 300 MBit/s überträgt. Die WLAN-Sparversion ist der Centrino 1000: Er kann zwei Datenströme gleichzeitig empfangen, aber nur einen senden - daher kommt er nur auf 150 MBit/s.
Im WLAN-Treiber hat Intel die Funktion My Wi-Fi auf Version 2.0 aktualisiert: Damit kann man das Notebook als Access Point nutzen und somit anderen WLAN-Komponenten als Basisstation zur Verfügung stellen.
Außerdem verspricht Intel noch dieses Jahr im Treiber die Funktion “Wireless Display Technology” zu aktivieren. Damit lassen sich HDMI-Video-Signale per WLAN an einen externen Monitor übertragen, sofern dieser einen passenden Empfänger besitzt. Netgear will zunächst in den USA ein entsprechendes Gerät für rund 100 Dollar anbieten.
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