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Checkliste: Pro und Contra konventioneller Festplatten

07.02.2015 | 09:17 Uhr |

Herkömmliche Festplatten sind nach wie vor die verbreitetsten Speichermedien in Desktop-PCs und Notebooks. Dafür sprechen günstige Preise, hohe Kapazitäten und eine lange Lebensdauer.

Irgendwann ist jede Festplatte voll: Unzählige Fotos, die MP3-Sammlung und hochaufgelöste Videos beanspruchen Speicherplatz ohne Ende. Abhilfe schafft hier eine zusätzliche größere Festplatte. Zum Glück lässt sich ein internes Laufwerk ohne Fachwissen leicht in den PC einbauen oder auswechseln. Und kostengünstig ist die aktuelle 3,5-Zoll-Generation obendrein: Das Gigabyte formatierten Speicherplatz gibt es bereits ab 3,5 Cent.

Inzwischen sind etwa mit der Seagate Enterprise Capacity, der HGST Ultrastar He6 und der Western Digital WD60EFRX Festplatten mit 6000 GB Kapazität zu haben – Seagate plant, in Kürze als erster Festplattenhersteller Datenträger mit einer Speicherkapazität von acht Terabyte an ausgewählte Projektkunden mit Datenzentren auszuliefern. Western Digital hat eine 10 TB große Festplatte angekündigt, bei der das Innere des Gehäuses während der Fertigung mit Helium statt normaler Luft befüllt wird. Technisch bedingt, kann der 3,5 Zoll große Formfaktor der Festplatte besser ausgenutzt werden.

10 TB – vor ein paar Jahren war das noch unvorstellbar. Die Größe der ersten Festplatten wurde ursprünglich in Megabyte angegeben, ab 1997 in Gigabyte, und seit etwa sechs Jahren gibt es Platten im Terabyte-Bereich. Allerdings sind die Terabyte-Speicherriesen inzwischen auch erforderlich, um die Unmengen an Daten zu sichern. Doch nicht nur der Plattenplatz steigt, das Tempo hat ebenfalls zugelegt: Sowohl die Transferraten als auch die Zugriffszeiten haben die Hersteller beschleunigt.

Festplatten für den Dauerbetrieb im NAS

Netzwerkfestplatten sind nicht selten rund um die Uhr in Betrieb. Spezielle Serien interner Festplatten sind auf diesen Einsatz zugeschnitten. Die Platten arbeiten vibrationsarm und damit leiser. Sie sind auf den Dauerbetrieb ausgelegt und kommen mit höheren Betriebstemperaturen besser zurecht als Desktop-Platten. Beispiele dieser Plattenserien finden sich bei Western Digital unter dem Namen WD Red oder bei Seagate als NAS HDD.

Tipp: Die richtigen Daten auf das richtige Speichermedium schreiben

Checkliste Festplatte

Einsatzgebiet: Bei herkömmlichen Festplatten (HDD) steht die Speicherkapazität im Vordergrund. Da Solid State Drives (SSDs) noch vergleichsweise teuer sind, kommen HDDs bevorzugt dann zum Einsatz, wenn große Datenmengen zu speichern sind.

Geschwindigkeit: Datenraten von durchschnittlich 150 MB/s sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Und in der Spitze erreicht die aktuelle Laufwerksgeneration sogar Transferraten jenseits der Marke von 200 MB/s.

Lebensdauer: Verschiedene Langzeitstudien gehen bei Festplatten von einer Lebensdauer von fünf Jahren aus. Allerdings fallen rund fünf Prozent der Laufwerke schon in den ersten eineinhalb Jahren mit einem Defekt aus.

Ausfallsicherheit: Ein durch Verschleiß, Erschütterungen und starke Temperaturschwankungen hervorgerufener Head-Crash zerstört die Festplatte. Spezielle Datenrettungsunternehmen können eventuell Daten wiederherstellen.

Speicherkapazität: 500 GB im 2,5-Zoll-Formfaktor sind die Untergrenze bei Notebooks. Für Desktop-PCs sind Größen von derzeit bis zu 6 TB möglich. Reicht die Kapazität nicht mehr aus, lässt sich eine zusätzliche Festplatte nachrüsten.

Preis: Konventionelle Festplatten sind günstig – ein GB ist durchschnittlich schon für weniger als vier Cent zu bekommen. 2 TB große Festplatten kosten zwischen 70 und 80 Euro. Etwas teurer sind spezielle HDDs für NAS-Systeme, die für einen 24/7-Dauerbetrieb ausgelegt sind.

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