Geheim, gratis, illegal im Web
Checkliste: Mehr Sicherheit im Internet
Veröffentlichen Sie private Daten nach Möglichkeit nicht frei zugänglich im Internet. Wenn Sie sich mit einer Homepage oder einer Visitenkarte im Netz präsentieren möchten, behalten Sie zumindest Ihr Geburtsdatum für sich. Denn das Geburtsdatum, kombiniert mit Ihrer Anschrift, genügt bereits, um sich unter Ihrem Namen einen Ebay-Account einzurichten.
Nutzer von Social Networks wie Myspace, Lokalisten und Studi VZ neigen dazu, viele private Informationen über sich preiszugeben – von Hobbys und Vorlieben über Lieblingsbars, Automodell, Arbeitgeber, Urlaubsreisen und Schulbildung bis hin zum Familienstand. Sie sollten sich im Klaren darüber sein, dass nicht nur Freunde, sondern jeder diese Daten einsehen kann. Stalker finden hier Infos über ihre Opfer, Einbrecher lohnende Ziele.
Überlegen Sie sich zweimal, von wem Sie sich in allzu entspannter Atmosphäre oder gar freizügig ablichten lassen. Der/die Geliebte von heute ist vielleicht der/die (rachsüchtige) Ex von morgen.
Mehr Schutz für das geistige Eigentum: Mit dem „Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums“, das am 1.9.2008 in Kraft tritt, hat etwa die Musikindustrie ein neues Mittel an der Hand, um ihre Interessen zu verfolgen. Das Gesetz erlaubt es Rechteinhabern, die gewünschten Auskünfte direkt bei den Providern einzuholen. Voraussetzung ist aber auch hier, dass ein Richter der Ermittlung zustimmt. Wie der Name schon sagt, profitieren von dem Gesetz nur Rechteinhaber, nicht aber andere Opfer von Internet-Straftaten. Bei der Fritzbox ist ab Werk die sichere WPA-Verschlüsselung aktiv.
Die IP-Nummer ist der Schlüssel, um Täter ausfindig zu machen. Sie sieht beispielsweise so aus: 192.168.10.5. Jeder Rechner, der am Netz hängt, besitzt eine solche Adresse. Wenn Sie Daten übertragen, erfährt die Gegenstelle zwangsläufig Ihre IP-Adresse, sonst wüsste sie ja nicht, wohin sie gegebenenfalls angeforderte Informationen schicken soll. Viele Server protokollieren, welche IP-Adresse wann welche Inhalte transferiert hat. Diese Log-Dateien sind der erste Schritt, um Täter zu identifizieren. Wenn zum Beispiel jemand einen beleidigenden Forumseintrag schreibt, kann der Administrator des Forums einsehen, welche IP-Adresse der Benutzer hatte. Wenn jemand Dateien in einer Tauschbörse anbietet, ist dessen IP-Adresse für andere sichtbar.


