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Chatten hält gesund

12.06.2002 | 16:10 Uhr |

Psycho-Therapeuten betreuen ihre Patienten via Internet Relay Chat. Was wie Zukunftsmusik klingt, ist im Rahmen eines deutschlandweit einmaligen Projektes Realität geworden. Rund 100 Patienten halten nach ihrer Entlassung aus der Klinik einmal pro Woche Kontakt mit ihrem Therapeuten, indem sie mit ihm chatten. Die Rückfallquote soll deutlich niedriger als bei Patienten sein, die nur auf herkömmlichen Weg behandelt werden.

Psycho-Therapeuten betreuen ihre Patienten via Internet Relay Chat. Was wie Zukunftsmusik klingt, ist im Rahmen eines deutschlandweit einmaligen Projektes Realität geworden. Rund 100 Patienten halten nach ihrer Entlassung aus der Klinik einmal pro Woche Kontakt mit ihrem Therapeuten, indem sie mit ihm chatten. Die Rückfallquote soll deutlich niedriger als bei Patienten sein, die nur auf herkömmlichen Weg behandelt werden.

Das neuartige Therapieprojekt geht von einer Fachklinik in Scheidegg in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Psychotherapie Stuttgart aus. Die Techniker Krankenkasse Bayern finanziert das Projekt. Die rund 100 Patienten, die wegen einer psychosomatischen Erkrankung behandelt wurden, werden einmal pro Woche via Chat von ihrem Therapeuten betreut. Ein Therapeut kümmert sich jeweils um zehn bis zwölf Patienten. Damit will die Klinik verhindern, dass die die Patienten einen Rückfall erleiden und wieder in die Klinik eingewiesen werden müssen.

Hans-Dieter Koring, stellvertretender Vorsitzender des TK-Vorstandes, begründete das innovative Engagement der TK: "Wir suchen ständig neue Wege, die Versorgung unserer Versicherten zu verbessern - die neuen Medien sind da eine große Chance." Koring weiter: "Über die Hälfte unserer Versicherten sind unter 40 Jahre alt, da müssen wir zukunftsorientiert denken und auch moderne Therapie-Hilfe anbieten."

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