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Chaos Computer Club ruft zum Boykott der Musikindustrie auf

31.03.2004 | 14:46 Uhr |

In Folge der Ankündigung der IFPI, künftig auch deutsche Tauschbörsennutzer, die illegal Musik anbieten, verklagen zu wollen, ruft der Chaos Computer Club zum Boykott der Musikindustrie auf.

In Folge der Ankündigung der IFPI, künftig auch deutsche Tauschbörsennutzer, die illegal Musik anbieten, verklagen zu wollen (wir berichteten), ruft der Chaos Computer Club (CCC) zum Boykott der Musikindustrie auf.

Wörtlich heißt es auf der Website des Clubs: "Nach der Klage der IFPI gegen einzelne Tauschbörsennutzer fordert der Chaos Computer Club zum Boykott der von der IFPI vertretenen Musikverlage auf. Die Branche solle nicht den Nutzern die Schuld geben, wenn sie selber den Beginn des Informationszeitalters verschlafen und es versäumt hat, ihr Geschäftsmodell an die digitale Welt anzupassen."

Nach Ansicht des CCC gehe es der Musikindustrie vor allem um die Einschüchterung der Anwender, da hohe Schadenersatzforderungen hier zu Lande "nicht durchsetzbar" seien. Daneben verwehrt sich der Club mit markigen Worten gegen Vergleiche von Tauschbörsennutzern mit Kinderschändern und Rechtsradikalen.

Wörtlich heißt es: "Sie (die Musikindustrie, Anm. d. Red.) stellt die Privatkopie auf die selbe Stufe wie Kinderschänder und Rechtsradikale. So forderte der Vorstandsvorsitzende der GEMA auf der Popkomm, nach erfolgreichen Ermittlungsmaßnahmen im Bereich von Kinderpornographie und Nazipropaganda eine Ausweitung dieser Maßnahmen auf Tauschbörsennutzer. So werden die Kunden auf infame Weise verunglimpft."

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