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Kurz vorgestellt: Casio Exilim EX-Z80

19.12.2008 | 16:10 Uhr |

Die 8-Megapixel-Digicam Exilim EX-Z80 von Casio kostet nur wenig mehr als 100 Euro und ist damit ein Weihnachtsschnäppchen. Wir sagen Ihnen, ob die Kamera auf Ihren Gabentisch sollte.

Wer eine kompakte und unkomplizierte Kamera für unterwegs sucht, könnte bei Casio fündig werden: Die Exilim EX-Z80 passt in jede Hosentasche und ist derzeit für knapp 110 Euro im Handel erhältlich. Gleich nach dem Auspacken fällt das stabile Metallgehäuse der Kamera auf. Wir haben uns für das Modell im schwarzen Alu-Kleid entschieden, alternativ ist die Kamera in den Farben Schwarz, Silber, Blau, Pink und Grün erhältlich.

Nach dem Einschalten ist die Kamera in knapp zwei Sekunden betriebsbereit, sofern keine Aufnahme mit Blitz ansteht. Die Bedienung erfolgt unkompliziert über das On-Screen-Menü, das auf dem integrierten 2,6-Zoll-Breitbilddisplay angezeigt wird. Mit rund 115.000 Bildpunkten stellt der Bildschirm Menü und Fotos oder Motive scharf dar, zieht aber teils deutlich nach. Gut gelöst ist der Schnellzugriff auf optimale Einstellungen („Best Shot") über eine Taste, die bei Bedarf auch manuell belegt werden kann. Gleiches gilt für die Videofunktion, die nur einen Tastendruck zum Start benötigt.

Fotos produziert ein 8,1-Megapixel-CCD in Verbindung mit einem 3-fach-Zoom-Objektiv. Die Brennweite beträgt rund 38 bis 114 Millimeter, entsprechend einer 35-mm-Kleinbildkamera. Lichtempfindlichkeiten von ISO 64 bis ISO 1.600 werden unterstützt. Alle Einstellungen wie beispielsweise Weißabgleich, Fokus oder Verschlusszeiten können auch manuell angepasst werden. Aufnahmen werden entweder auf sehr knapp bemessenen 12,4 MByte internem Speicher oder einer SD-Speicherkarte abgelegt.

Tolle Videofunktion

Im Praxiseinsatz punktete die Exilim EX-Z80 durch kräftige Farbdarstellung und schnellen Autofokus. Leichte Schwächen konnten wir bei Aufnahmen mit Blitz ausmachen, bei denen die Kamera zu leichten Farbverschiebungen neigt. Übersteigt die gewählte Lichtempfindlichkeit ISO 400 tritt zudem ein deutliches Bildrauschen in dunklen Bereichen auf, bei Aufnahmen mit ISO 1600 wird das Foto dadurch praktisch unbrauchbar. Die Auslösezeit ohne Blitz ist mit rund einer halben Sekunde akzeptabel, Schnappschüsse mit Blitz dauern mit etwa 1,5 Sekunden deutlich länger. Witzig ist die integrierte Gesichtserkennung, die erst dann ein Foto schießt, wenn auch wirklich alle anvisierten Personen lächeln. Die Bilder werden als JPEG-Datei gespeichert.

Ebenfalls Lob verdient die gelungene Videofunktion, die mit bis zu 848 x 480 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde arbeitet und auf Wunsch sogar YouTube-konforme Filme produziert. Die Bild- und Tonqualität in diesem Modus kann überzeugen, lediglich die Begrenzung auf maximal zehn Minuten pro Film ist eigentlich unnötig. Gespeichert werden die Clip im H.264- oder MOV-Format.

Für die Stromversorgung ist ein Lithium-Ionen-Akku zuständig, der zum Laden aus der Kamera herausgenommen werden muss. Ein passendes Ladegerät liegt bei. Im Test genügte eine Akkuladung für zwei Tage Kamerabetrieb bei normaler Nutzung. Die Datenübertragung zu einem Rechner erfolgt per USB 2.0 und ist flott erledigt. Alternativ steht ein Video-/Audioausgang zur Verbindung mit einem TV-Gerät zur Verfügung. Im Lieferumfang ist zudem ein Trageriemen sowie eine Treiber- und Software-CD enthalten.

Fazit:

Die Casion Exilim EX-Z80 ist sehr gut verarbeitet, produziert ansehnliche Bilder und bietet einen ausgezeichneten Video-Modus. Wer mit der etwas trägen Auslöseverzögerung und Schwächen bei hohen ISO-Werten leben kann, erhält für knapp 110 Euro eine zuverlässige und leicht zu bedienende Kompaktkamera.

Hersteller: Casio
Preis: ca. 110 Euro
Web: www.casio.de

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