31.10.2008, 09:00

Hermann Apfelböck

CPU- und RAM-Fresser ausschalten

Die Windows-Dienste

Dienste oder Services bieten oder erweitern die Kernfunktionen eines Windows-NT-Betriebssystems (NT4/2000/XP/Vista) und ähneln in ihrem modularen Konzept den Unix-Daemons.
Dienste laufen in der privilegierten Systemsession 0 mit entsprechenden Rechten. Eine Oberfläche oder Interaktion mit dem Anwender ist nur in seltenen Ausnahmefällen vorgesehen. Andererseits steht es dem Anwender jederzeit frei, die Truppe der zahlreichen Dienste auf Notwendigkeit zu prüfen und auszumisten. Insbesondere unter Windows Vista wird dies nachgerade zur Pflicht, es sei denn, der PC ist so gut ausgestattet, dass es auf zahlreiche unnötige CPU- und RAM-Fresser nicht ankommt. Die PC-Welt bietet für diesen Zweck das Script pcwVistaServices.HTA, für Windows XP pcwXPServices.HTA mit vordefinierten Dienstekonfigurationen.
Natürlich gibt es unter Windows 2000, XP und Vista auch Bordmittel, um die Dienste manuell zu analysieren: Die benutzerfreundlichste Alternative ist Services.msc, das Snap-In für die Microsoft Management Console MMC.exe. Hier lässt sich jeder einzelne Dienst für die laufende Sitzung beenden, aber auch generell deaktivieren, indem der "Starttyp" auf "deaktiviert" gesetzt wird. Ein deaktivierter Dienst lässt sich erst wieder starten, nachdem der "Starttyp" wieder auf "manuell" oder "automatisch" geändert wurde. Eine zweite Möglichkeit zur Dienstekonfiguration bietet das Kommandozeilen-Tool SC.EXE (Service control). Es kann mit "sc start interner Name" oder "sc stop interner Name" Dienste starten und beenden, ferner mit "sc config interner Name ..." den Starttyp verändern. Einige Dienste lassen sich nur mit SC.EXE ändern, weil sie entweder in der Services.msc nicht auftauchen oder dort nicht bearbeiten werden dürfen. Das Script pcwVistaServices.HTA ist im Wesentlichen ein Frontend für die SC.exe
Natürlich sind die Dienste in die Registry eingetragen und lassen sich auch dort manuell verändern. Die dortige Liste (interne Namen) unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services ist mehr als doppelt so umfangreich wie jene der Services.MSC, enthält aber auch die fundamentalen Basisfunktionen des Systems, deren Abschalten den PC schnell unbenutzbar machen kann. Der Starttyp jedes Dienstes ist mit dem DWord-Eintrag "Start" definiert, für den folgende Werte gelten:
0 = Start (startet automatisch beim Systemstart, nicht deaktivierbar)
1 = System (startet automatisch mit dem System, nicht deaktivierbar)
2 = Automatisch (startet automatisch)
3 = Manuell (startet erst auf Anfrage einer Systemkomponente)
4 = Deaktiviert
In der Liste der internen Dienste-Namen finden Sie alle Dienste unter Windows XP und Windows Vista, soweit sie in der Services.MSC auftauchen, mit einer kurzen Beschreibung. Diese Beschreibung leistet keine technisch fundierte Erklärung jedes einzelnen Service, sondern soll lediglich normale Windows-Anwender über Funktion und Relevanz des jeweiligen Dienstes aufklären. Die Mehrzahl der genannten Dienste ist unter Windows 2000 gleichlautend oder ähnlich und mit gleicher Funktion anzutreffen.
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