Meist erlaubt es das PC-Bios, den Front Side Bus (FSB) zu erhöhen. Dadurch können Sie die Taktrate einer Intel-CPU und damit die Rechenleistung steigern. Je nach CPU liegt der FSB zwischen 133 und 400 MHz. Der äquivalente Parameter bei AMD-CPUs ist der Referenztakt, der werksseitig immer bei 200 MHz liegt. In diesem Punkt setzen wir FSB gleich mit Referenztakt.
Faustregel: Der FSB lässt sich, je nach CPU-Variante, zwischen 10 und 30 Prozent erhöhen. Wie weit Sie im Einzelfall gehen können, hängt von drei zentralen Faktoren ab: der Leistungsfähigkeit der Kühlkörper-Lüfter-Kombination, der Spannungsversorgung beteiligter Komponenten – wie CPU, Speicher und Northbridge – sowie der Prozessorvariante.
Kühlung: Im Vorfeld sollten Sie den Standardkühler durch ein Hochleistungsmodell ersetzen. Empfehlenswert für AMD- und Intel-CPUs ist beispielsweise der Coolermaster V8 ( www.hardwareversand.de , rund 50 Euro), der bis zu 180 Watt Abwärme bewältigen kann und damit selbst für extrem übertaktete High-End-Prozessoren in Frage kommt. Wie Sie die zusätzliche Abwärme aus dem Gehäuse transportieren, lesen Sie im Kapitel "Checkliste: Vor dem Bios-Tuning".
Spannungsversorgung: Übertaktete Komponenten ziehen mehr Strom. Deshalb müssen Sie im Bios die Versorgungsspannung der CPU, der Northbrigde sowie gegebenenfalls des Speichers erhöhen. Aber Vorsicht: Zu hohe Werte können zu irreparablen Schäden auf der Hauptplatine führen!
Prozessorvariante: In der Regel lassen sich die „kleinen“ CPUs einer Baureihe (preisgünstig und niedrige Taktraten) besser übertakten als die High-End-Modelle, die oft ab Werk schon am Limit laufen.
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