Content-Management-Systeme

CMS für spezielle Einsatzzwecke

Freitag den 16.03.2012 um 12:53 Uhr

von Thorsten Eggeling

Wikipedia verwendet die Open-Source-Software Mediawiki als
CMS.
Vergrößern Wikipedia verwendet die Open-Source-Software Mediawiki als CMS.

Grundsätzlich lässt sich mit jedem CMS alles machen. Das ist nur eine Frage der richtigen Vorlagen und Erweiterungen. Es gibt aber Content-Management-Systeme, die bereits für bestimmte Aufgabengebiete vorbereitet sind. Hier müssen Sie dann weniger Anpassungen vornehmen, was Zeit und Kosten spart. Fünf dieser Spezialisten wollen wie Ihnen hier vorstellen.

Mediawiki: Die Basis von Wikipedia

Das Online-Lexikon Wikipedia ist eine der weltweit bekanntesten Websites. Die Software mit der Wikipedia betrieben wird ist Open Source und heißt Mediawiki . „Wiki“ ist hawaiianisch und bedeutete „schnell“. Damit ist sowohl die Installation der Software gemeint, als auch die unkomplizierte Bedienung des CMS. Mediawiki verzichtet ganz bewusst auf Elemente, wie Sie sie von anderen CMS her kennen. Es ist nicht nötig sich vorher Gedanken über die Seiten-Navigation, Menüstrukturen oder Templates für die Darstellung verschiedener Inhaltstypen machen. Das ergibt sich später im Laufe der Benutzung fast automatisch.

Anpassungen lassen sich bei Mediawiki ohne Programmierkenntnisse leicht über die Benutzeroberfläche vornehmen. Ein Wiki eignet sich vor allem für öffentliche Sites zur Sammlung von Informationen, bei denen jeder mitmachen kann. Bei Bedarf ist es aber auch möglich, die Inhalte vor Veränderungen zu schützen und nur bestimmten Personen den Schreibzugriff zu erlauben.

phpBB: Forumsoftware als Basis für den Webauftritt

Inhalte für eine Website muss man nicht unbedingt selbst erstellen. Warum nicht andere zur Mitarbeit einladen? Dafür eignet sich ein Wiki aber auch ein Forum. phpBB ist eine weit verbreitete Open-Source-Forumssoftware. Sie können phpBB entweder ausschließlich auf Ihrer Website verwenden oder als Forum in Ihr CMS integrieren. Die meisten Content-Management-Systeme bieten schon von Haus aus eine Forums-Funktion oder lassen sich über eine Erweiterung mit einem Forum ausstatten. Allerdings stehen hier nicht besonders viele Funktionen zur Verfügung.

phpBB bietet dagegen alles, was man von einer Forums-Software erwarten kann. phpBB ist einfach zu installieren und zu nutzen. Updates sind allerdings nicht immer ganz einfach durchzuführen, besonders wenn zahlreiche Erweiterungen installiert sind. Aufgrund der großen Verbreitung sollte phpBB aber immer zeitnah aktualisiert werden, wenn Sicherheitsupdates verfügbar sind, denn das System ist ein beliebtes Ziel von Hackern. Wer sich hier etwas weniger Aufwand wünscht, kann auch zu einer kommerziellen Forums-Software greifen. Empfehlenswert ist beispielsweise vBulletin . Eine Lizenz kosten zurzeit 159 Euro. Das Forum der PC-WELT läuft beispielsweise mit vBulletin.

Magento: Online-Shop bauen

Sie wollen nicht nur eine einfache Website, sondern einen Online-Shop aufbauen? Dann sollten Sie sich Magento ansehen. Mengento ist eine ausgereifte E-Commerce-Plattform, die sich für jede Shop-Größe eignet. Die kostenlose Community Edition (OSL 3.0-Lizenz) besitzt alle Funktionen für ein Katalog- und Bestellsystem kommt aber ohne offiziellen Support. Wer mehr Funktionen und Support benötigt, kann auch - je nach geplanter Shop-Größe - zur Professional- oder Enterprise-Version greifen (ab 2.995 Dollar pro Jahr).

Gallery: Die Website wird multimedial

Mit dem Open-Source-System Gallery können Sie Fotos, Videos und Audio-Dateien online verfügbar machen. Das Programm organisiert die Dateien in Ordnern (Foto-Alben) und bietet zahlreiche Funktionen für die Größenänderungen von Fotos und die Präsentation der Dateien. Gallery eignet sich vor allem für Benutzer, die sehr viele Multimedia-Dateien anbieten wollen. Wenn es sich nur um einige wenige Bilder handelt, reichen auch andere Content-Management-Systeme aus.
 
WebCollab: Projekt-Management

Projekt-Management-Systeme sind spezielle CMS, die in der Regel nur von einem begrenzten Personenkreis verwendet werden. Eins davon ist das Open-Source-System WebCollab . Sie können damit Projekte, Aufgaben und To-Do-Listen erstellen und bestimmten Nutzern zuordnen. Über eine grafische Darstellung behalten Sie jederzeit den Überblick über die laufenden Projekte und deren Fortschritt.

Freitag den 16.03.2012 um 12:53 Uhr

von Thorsten Eggeling

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