Content-Management-Systeme

CMS für kleine Unternehmen

Freitag den 16.03.2012 um 12:53 Uhr

von Thorsten Eggeling

Web-Hoster wie 1und1 bieten zahlreiche Vorlagen
beispielsweise für Dienstleister und Handwerksbetriebe
an.
Vergrößern Web-Hoster wie 1und1 bieten zahlreiche Vorlagen beispielsweise für Dienstleister und Handwerksbetriebe an.

Wer sein Unternehmen im Internet präsentieren möchte, sollte für sich zuerst zwei Fragen klären: Welches Know-how ist im Unternehmen verfügbar und wie viel Zeit steht für die Pflege und Verwaltung des Internet-Auftritts zur Verfügung? Dabei hängt es natürlich davon ab, ob nur eine Art Visitenkarte des Unternehmens im Netz erscheinen soll oder ob der Web-Auftritt ständig mit neuen Inhalten gefüllt werden muss.

Eine einfache HTML-Seite reicht manchmal aus

Viele kleine Unternehmen, etwa Arztpraxen, Handwerksbetriebe oder lokale Dienstleister benötigen überhaupt kein CMS. Auf den Webseiten sind meist nur Infos zu den Öffnungszeiten und zum Team, Anfahrtsbeschreibungen und eine Liste der angebotenen Leistungen zu finden. Dafür genügen ein paar statischen HTML-Seiten, da die Inhalte nicht oft geändert werden müssen. Hier ist es empfehlenswert, das für den Internet-Auftritt verfügbare Budget in eine ansprechende Gestaltung der Seiten und aussagekräftige Fotos zu investieren. Wer dafür talentiertes Personal in der eigenen Firma hat, kann die Seiten schnell selbst erstellen. Wenn nicht, gibt es in der Nähe sicher Dienstleister, die diese Aufgabe meist schon für wenige Hundert Euro übernehmen können. Sich einen Anbieter in der Nähe des Firmensitzes zu suchen ist sinnvoll, weil sich bei persönlichen Treffen die Gestaltung der Website mit den möglichen Variationen besser besprechen lässt als telefonisch oder per E-Mail.

Fertige Website-Pakete für bestimmte Berufsgruppen

Einige Anbieter haben sich auch auf Webseiten für bestimmte Berufsgruppen spezialisiert und bieten meist für unter 100 Euro Komplettpakete etwa für den Dental- oder Kosmetik-Bereich oder das Handwerk an. Eine Google-Suche, beispielsweise nach „Webdesign“ kombiniert mit dem Namen des Wohnorts, zeigt meist mehrere Ergebnisse. Sehen Sie sich die aufgeführten Referenzen genau an. Wenn hier etwas dabei ist, da auch Ihren Geschmack trifft, haben Sie den richtigen Dienstleister gefunden.
 

Homepage-Baukästen

Bei den bekannten Web-Hostern wie 1&1 oder Strato gibt es ebenfalls Angebote, die sich für kleinere Firmen oder Freiberufler eignen. Ein Webauftritt aus dem Homepage-Baukasten gibt es hier für etwa zehn Euro monatlich. Mit ein wenig technischem Geschick lässt sich hier die Homepage mit der Maus schnell zusammenklicken. Zahlreiche Vorlagen sorgen dafür, dass Sie eine zu Ihrer Branche passende Lösung finden. Die individuelle Anpassung ist in gewissen Grenzen ebenfalls möglich. Sie haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Farben und könne auch eigene Bilder für die Gestaltung verwenden.
 
Ein CMS für höhere Anforderungen

Wenn eine Firma auf der Website häufig wechselnde Inhalte anbieten will, können auch hier - wie beim privaten Anwender - Content-Management-Systeme wie Wordpress , CMS Made Simple oder Joomla zum Einsatz kommen. Wenn kein IT-Spezialist in der Firma verfügbar ist, sollten Sie die Einrichtung des CMS in professionelle Hände legen. Außerdem ist es ratsam eine Schulung oder wenigstens eine kurze Einweisung für die Personen vorzusehen, die die Webseiten bestücken sollen. Denken Sie aber daran, dass bei einem eigenen Server, den Sie dann auch für Ihr E-Mail-System verwenden können, eine ständige Wartung erforderlich ist. Sowohl Server als auch CMS müssen regelmäßig mit Updates versorgt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass jemand Ihren Server kapert und darüber Schadsoftware ausliefert oder ihn als Spam-Server missbraucht.
 

Sicherheit des Webauftritts

Bei einer Webpräsenz für Unternehmen ist es wichtig, dass die Site immer erreichbar ist und auch im Suchindex der Suchmaschinen auftaucht. Die Web-Hoster können zwar keine einhundertprozentige Ausfallsicherheit garantieren, aber zumindest bei den größeren Anbietern sind Totalausfälle nur selten zu verzeichnen. In jedem Fall sollten Sie aber regelmäßig Sicherungskopien der Inhalte beziehungsweise der Datenbank erstellen. Dafür stellt der Hoster entweder eigene Tools bereit oder Sie verwenden das Backupsystem des jeweiligen CMS. Bei Wordpress beispielsweise findet sich die Funktion in der administrativen Oberfläche unter „Werkzeuge -> Daten exportieren“. Eine Alternative, die zusammen mit jedem CMS funktioniert, ist die Sicherung der Datenbank. Da auf den meisten Servern MySQL als Datenbank zum Einsatz kommt, empfiehlt sich dafür phpMyAdmin , das fast immer standardmäßig installiert ist. Mit phpMyAdmin können Sie im Browser die Datenbank auf Fehler untersuchen, die Tabellen optimieren und Backups anlegen.
 

Damit Ihre Website auch über Suchmaschinen gefunden wird,
sollten Sie sie optimieren (SEO).
Vergrößern Damit Ihre Website auch über Suchmaschinen gefunden wird, sollten Sie sie optimieren (SEO).

Suchmaschinen-Optimierung (SEO)

Dass das CMS stabil und schnell läuft und der Server möglichst selten ausfällt, sind zwei Voraussetzungen dafür, dass Ihre Website erreichbar ist und von den Suchmaschinen ausreichend berücksichtigt wird. Schließlich ist es wichtig, das Ihre Kunden das Web-Angebot ohne Probleme finden und aufrufen können. Auch bei einer kleinen Website sollen Sie sich aber in jedem Fall ein paar Gedanken zur Suchmaschinen-Optimierung machen (SEO, Search Engine Optimization).

Dabei hängt es davon ab, wie eindeutig der Inhalt sich Ihrem Geschäft zuordnen lässt. Ein „Dr. Carius, Zahnarzt in Hamburg“ muss sich hier kaum Sorgen machen. Wenn „Carius“, „Zahnarzt“ und „Hamburg“ nur wenigstens einmal im Inhalt vorkommen, wird die Site garantiert über Google gefunden, wenn jemand nach dieser Kombination von Suchbegriffen sucht. Anders sieht es aus, wenn Sie über Ihre Produkte gefunden werden wollen. „Geschenkartikel Hamburg“ beispielsweise liefert Hunderte von Ergebnissen. In diesem Fall müssen Sie versuchen, sich über besondere Produkte oder Dienstleistungen zu differenzieren, die vielleicht nur Sie anbieten.

Bei der SEO-Optimierung kann Ihnen das CMS helfen. Für Wordpress beispielsweise gibt es das Plugin wpSEO . Es analysiert den Inhalt Ihrer Seiten und liefert Vorschläge zu Schreibweisen auf der Basis von Google Suggest (automatsche Vervollständigung von Suchbegriffen bei Google). Das Plugin kann auch Titel, Beschreibungen und andere Metadaten automatisch erstellen. Sie können die Erweiterung kostenlose 10 Tage testen und dann für einen Preis ab 19,99 Euro erwerben.

Interview mit Google: So bringe ich meine Website nach vorn

Freitag den 16.03.2012 um 12:53 Uhr

von Thorsten Eggeling

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