Bio-Break, Briefing, No-Brainer

Denglish und Business-Deutsch entschlüsselt

Sonntag den 25.01.2015 um 07:19 Uhr

von Christian Töpfer

"Chef, können Sie bitte Deutsch reden?" Wir übersetzen Ihnen die verschlüsselte Sprache aus der modernen Berufswelt. Damit Sie inhaltsleere Worthülsen erkennen.

Fragen Sie sich auch manchmal, in welcher Firma Sie eigentlich noch arbeiten? Weil Sie manchmal nur noch Bahnhof verstehen? Ob bei einer Besprechung, in der Kantine oder beim Bier nach Feierabend: Im Geschäftsleben gibt es viele Begriffe, mit denen Alltägliches und Triviales durch überzeichnete Sprache aufgewertet werden soll – "Business-Denglisch" eben.

Denn: Wer im Job eine verschlüsselte Sprache spricht – und sei sie noch so schwachsinnig –, will damit demonstrieren: Ich gehöre dazu. Ich spiele ganz vorne mit.

Wir haben für Sie einige Begriffe aus der modernen Berufswelt zusammengetragen. Und wir erklären, was sie in Wirklichkeit bedeuten. Viel Vergnügen!

Wenn Sie unsere Sammlung ergänzen möchten, dann nutzen Sie bitte die Kommentar-Funktion unten und schreiben Sie Ihre Sprüche ins Forum.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation url link http://www.channelpartner.de Channelpartner. _blank

Sonntag den 25.01.2015 um 07:19 Uhr

von Christian Töpfer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • Spiritogre 23:47 | 25.01.2015

    Zitat: magiceye04
    Hm, es sind doch aber Kopien der Software (gewesen).
    Ein Auto wird jedes für sich komplett neu zusammengebaut, Kopien gibt es dort nur im Sinne von chinesischen Autos hinsichtlich des Designs.
    Aber das hat sich sowieso erledigt, man kauft ja nur noch virtuell einen product key und muss sich die Software selbst herunterladen.

    Eine Kopie ist immer etwas nachgemachtes (im deutschen Sprachraum). Eine gekaufte Sache kann also keine Kopie sein, da es ein Original ist, auch wenn es unzählige davon gibt. Egal ob Key oder nicht, Download oder Datenträger, Software ist laut höchstrichterlichem Urteil eine Sache (also gesetzlich genauso zu behandeln wie ein Auto - und genau deswegen versagt die 1:1 Übersetzung aus dem amerikanischen hier, weil eben niemand sagt, BMW hat von seinem Z3 500.000 Kopien verkauft sondern sie haben 500.000 Stück verkauft - und gleiches gilt eben für Software.

    Antwort schreiben
  • August P. 23:14 | 25.01.2015

    Wer im Glashaus sitzt.....

    Was Denglish und ähnliche sprachliche Entgleisungen betrifft, ist ein "kritischer" - wenn auch nur von einer anderen Zeitschrift übernommener - Artikel in der PC-Welt zu diesem Phänomen doch nicht ohne Ironie: Wenn ich nur an den Begriff "voten" statt "abstimmen" denke, mit dem man als Leser(in) vor allem vor der letzten Überarbeitung der PC-Welt Internetseite immer wieder bombardiert wurde. Inzwischen scheint aber jemand in der Redaktion gemerkt haben, dass der Versuch, als Computerzeitschrift mit dieser Englisch-deutschen Verballhornung in die Geschichte der deutschen Sprache einzugehen, mangels Reichweite klar gescheitert ist...

    Antwort schreiben
  • magiceye04 22:55 | 25.01.2015

    Hm, es sind doch aber Kopien der Software (gewesen).
    Ein Auto wird jedes für sich komplett neu zusammengebaut, Kopien gibt es dort nur im Sinne von chinesischen Autos hinsichtlich des Designs.
    Aber das hat sich sowieso erledigt, man kauft ja nur noch virtuell einen product key und muss sich die Software selbst herunterladen.

    Antwort schreiben
  • Spiritogre 22:38 | 25.01.2015

    Viel schlimmer als Denglisch finde ich das Anwenden englischer Grammatik, wie man es insbesondere in Überschriften auch hier ständig liest "Einführung noch in 2015" anstelle "Einführung noch 2015" bzw. "Einführung noch im Jahr 2015". und das damit einhergehende Ignorieren der deutschen Grammatik.

    Auch dämlich die Benutzung des Wortes "Kopien" in Bezug auf Software(verkäufe). Es wurden 1 Millionen Kopien verkauft. Ist irgendwie dämlich und vor allem sachlich falsch.
    Oder was denkt der deutsche Leser bei einem Satz wie "Es wurden 5 Millionen Kopien der CD verkauft"? Wahrscheinlich erst einmal an Raubkopien und weniger an verkaufte originale Alben / Einheiten. Und wenn erst einmal von einem Auto 3 Millionen Kopien verkauft werden ...

    Antwort schreiben
  • magiceye04 22:08 | 25.01.2015

    Na zum Glück hat PCWELT die Begriffe für mich als Opera-Classic-User unerreichbar in irgendeine Bildergalerie gepackt. Da kann ich mir das Bullshit-Bingo für morgen im Büro aufheben.

    Antwort schreiben
820516