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Alternativen zu Office, Photoshop und Co.

16.04.2010 | 13:42 Uhr |

Linux hat sich als Server-System längst etabliert. Es kann aber auch als preiswerte Alternative für Büro-Arbeitsplätze dienen - wenn man die richtigen Programme kennt. PC-Welt stellt Ihnen kostenlose und preiswerte Alternativen für gängige Windows-Software vor.

Ubuntu sei Dank wird Linux zunehmend auch für den Einsatz auf Büro-PCs interessant. Die Bedienung des Betriebssystems ist inzwischen auch den Endbenutzern zuzumuten. Viele Nutzer und Firmen scheuen allerdings immer noch den Umstieg, denn in der Geschäftswelt will und muss man kompatibel zu den Produkten der Microsoft -Welt sein. Endnutzer fragen sich dabei, ob sie unter den vielen Open-Source-Projekten auch die passende Alternative zu ihren gewohnten Windows-Programmen finden. In immer mehr Fällen kann man diese Frage mit einem "Ja" beantworten. Das Problem dabei: Es gibt so viele Projekte, die sich als Alternative zu diesem oder jenem kommerziellen Produkt anpreisen, dass man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen Software aus den Bereichen "Büroprogramme" und "Grafik-Software" vor, mit denen Sie die meisten im Büro anfallenden Aufgaben erledigen können. Selbst wenn Sie auf Grund spezieller Windows-Software nicht alle PCs komplett auf Linux umstellen könnten, sind Sie dadurch eventuell in der Lage, wenigstens für einen Teil der Arbeitsplätze Lizenzgebühren zu sparen.

Nach wie vor sind die Klassiker Textverarbeitung und Tabellenkalkulation die wichtigsten Anwendungen im Büro. Microsoft langt bei den Lizenzgebühren ordentlich hin, so dass ein paar Büroarbeitsplätze schnell richtig ins Geld gehen. Mag sein, dass die gebotene Funktionalität - insbesondere die Neuerungen von Office 2010 - dies rechtfertigt, doch in den häufigsten Fällen wird diese unüberschaubare Funktionsvielfalt gar nicht benötigt. Man kann also getrost auf günstigere oder gar kostenlose Alternativen zurückgreifen.

Wir stellen Ihnen zunächst die Software-Alternativen vor, die direkt auf Linux laufen. Bei den Office-Anwendungen haben Sie gleich mehrere zur Auswahl. Vor allen Dingen für Anwender, die ausschließlich mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentations-Software arbeiten.

SoftMaker Office gibt es auch für Linux. Das Büro-Paket bietet mit TextMaker, PlanMaker und Presentations eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation und eine Präsentations-Software. Die Firma wirbt mit kompletter Kompatibilität zu Microsoft-Dateiformaten bis einschließlich der OOXML-Dateien von Office 2007. Die Import-Filter für ältere Office-Produkte sind ebenfalls hervorragend umgesetzt. Softmaker Office kann außerdem mit Open Document Format ( ODF ) umgehen.

Per Mausklick aufrufbar: Die Wörterbücher lassen sich mit nur einem Mausklick aktivieren.
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Die größten Stärken von SoftMaker Office für Linux sind allerdings der geringe Hardware-Hunger und die Geschwindigkeit. Setzt man Funktionsumfang zu Performance in Relation ist SoftMaker konkurrenzlos. Darüber hinaus lassen sich Dokumente als PDF-Dateien exportieren. Des Weiteren bringt SoftMaker 2008 zwei Duden -Bücher als elektronische Nachschlagewerke mit sich: Das große Fremdwörterbuch und das Deutsches Universalwörterbuch.

Starkes Trio: SoftMaker-Office ist die schnellste Alternative.
Vergrößern Starkes Trio: SoftMaker-Office ist die schnellste Alternative.

Mit 69,95 Euro ist SoftMaker Office 2008 für Linux eine erschwingliche Alternative zu Microsoft-Office. Für 99,95 Euro bekommen Sie das Produkt sogar für Windows und Linux gebündelt. Interessierte können auch eine Testversion herunterladen , die 30 Tage lang verwendbar ist. Allerdings sollten Sie beachten: In der Home and Student-Version ist Office 2007 bereits zu einem ähnlichen Preis zu haben. In dieser erhalten Sie Word, Excel, PowerPoint und One Note.

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