Browser leicht angreifbar
Der sicherste Browser der Welt
Wie viele und welche Arten von Lücken in Browsern bekannt geworden sind, fanden wir in verschiedenen Quellen. Wir haben uns unter anderem die Berichte vom Sicherheitslücken-Spezialisten Secunia angesehen, ebenso Meldungen auf Bugtraq und den Test vom Sicherheitsforscher Robert Chapin, der die Zuverlässigkeit von Passwort-Managern in Browser untersuchte. Natürlich zählen auch die Angaben der Hersteller selbst, die ihre Infos meist zusammen mit den fertigen Updates veröffentlichen. Um einzuschätzen, wie sicher ein Browser ist, sind drei Punkte wichtig: Wie viele Sicherheitslücken es gibt, wie groß sie sind, und wie lange es dauert, bis sie geschlossen sind. Für die Sicherheit des Anwenders entscheidend ist jedoch ein anderer Faktor – nämlich die Häufigkeit, mit der Angreifer die vorhandenen Lücken ausnutzen. Hat ein Browser eine massive Sicherheitslücke, doch kein Virenprogrammierer nutzt diese Lücke aus, geschieht dem Anwender-PC trotzdem nichts. Das sagt zwar wenig über die Qualität einer Software aus, liefert aber gute Hinweise für den Anwender in puncto Sicherheit. Die Bewertung ist also ein rein pragmatischer Ansatz. Wie oft ein Browser angegriffen wird, hängt stark von seiner Verbreitung und seiner Bekanntheit ab. Am meisten verbreitet ist nach wie vor der Internet Explorer: In den meisten Studien beträgt sein Marktanteil circa 70 Prozent – Tendenz fallend. Firefox kommt auf rund 20 Prozent. Aber: Die Messungen einzelner Websites etwa in Deutschland sehen anders aus. Auf www.pcwelt.de etwa liegt Firefox mit knapp 50 Prozent vor dem IE, der drei Prozentpunkte weniger hat. Weltweit kommt Apples Browser Safari auf 7 bis 8 Prozent, wovon aber nur ein geringer Teil Safari für Windows ausmacht. Opera liegt bei knapp 2 Prozent. In dem Bereich wird auch Google Chrome angesetzt.


