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Sicher surfen

05.08.2008 | 10:01 Uhr |

Gehen Sie kein Risiko ein: Wählen Sie in Internet Explorer und Firefox die richtigen Sicherheitseinstellungen. Verstärken Sie mit Add-ons den Schutzschild für Ihren Browser.

Immer mehr Web-Seiten versuchen, Ihnen Schädlinge unterzujubeln – angefangen von noch vergleichsweise harmlosen Tracking-Cookies zum Verfolgen Ihrer Surfaktivitäten bis hin zu Spyware und Trojanern. Schotten Sie Ihren Browser ab, und nutzen Sie kostenlose Erweiterungen für mehr Sicherheit.

Internet Explorer absichern

Mit wenigen Mausklicks stellen Sie den Internet Explorer 7 (IE) so ein, dass nur als sicher eingestufte Websites aktive Seiteninhalte starten und Scripts verwenden dürfen. Das minimiert die Gefahr einer Infektion mit Spyware und Viren.

Rufen Sie im IE das Menü "Extras, Internetoptionen" auf, und gehen Sie auf die Registerkarte "Sicherheit". Hier sehen Sie die Symbole für die verschiedenen Sicherheitszonen: "Internet", "Lokales Intranet", "Vertrauenswürdige Sites" und "Eingeschränkte Sites". Für "Internet" stellen Sie den Schieberegler auf die Einstellung "Hoch". Damit sind alle aktiven Inhalte deaktiviert. Das gilt nun für alle Web-Seiten, die Sie ansurfen.

Probleme beheben: Auf manchen Sites kann es passieren, dass Navigationsleisten oder andere Elemente nicht mehr funktionieren. Rufen Sie dann erneut "Extras, Internetoptionen, Sicherheit" auf. Klicken Sie das Symbol "Vertrauenswürdige Sites" und die Schaltfläche "Sites" an. Im Eingabefeld ist bereits die Adresse der aktuellen Website eingetragen. Entfernen Sie das Häkchen vor der Option "Für Sites dieser Zone ist eine Serverüberprüfung (https:) erforderlich". Klicken Sie auf "Hinzufügen", um die Adresse der Site in die Liste der vertrauenswürdigen Websites aufzunehmen. Nun gelten weniger strenge Sicherheitseinstellungen, die etwa das Ausführen von Scripts und ActiveX-Controls erlauben. Schließen Sie alle offenen Dialogboxen. Drücken Sie zum Aktualisieren der Website die Taste <F5>. Sie wird nun entsprechend den veränderten Sicherheitsrichtlinien angezeigt.

Firefox ist von Haus aus sicherer

Durch den Verzicht auf ActiveX gilt Firefox zwar gegenüber dem Internet Explorer als sicherer, anfällig gegen ScriptAttacken ist der Open-Source-Browser dennoch. Von Haus aus sind die Firefox-Einstellungen in Sachen Sicherheit weit weniger detailreich als beim IE. Über "Extras, Einstellungen" unterbinden Sie im Bereich "Inhalte" das Ausführen von Java und Javascript. Im Dialog "Datenschutz" bestimmen Sie die Handhabung von Cookies. Wichtig sind die Optionen unter "Sicherheit": Hier schalten Sie beispielsweise ein, dass Seiten auf Phishing-Attacken überprüft werden, und lassen sich vor der Installation von Add-ons warnen.

Nützliche browser-Add-ons

Jeder Browser kann sicherer werden. Firefox verpassen Sie mit der kostenlosen Erweiterung Noscript einen zusätzlichen Schutzmantel. Ist Noscript eingeschaltet, sind zunächst alle aktiven Inhalte wie Javascript, Java, Flash und Silverlight für das Ausführen auf Web-Seiten gesperrt. Nur die von Ihnen dauerhaft oder vorübergehend in eine Positivliste aufgenommenen Seiten werden komplett geladen und mit allen aktiven Inhalten ausgeführt.

Den Internet Explorer peppen Sie mit IE7Pro auf: Nutzen Sie Extras wie Werbe- und Flash-Blocker, aber auch die erweiterten Einstellungen für den Schutz Ihrer Privatsphäre. So bereinigen Sie auf Wunsch nach dem Beenden des Browsers den Cache, den Verlauf, die Liste eingegebener URLs sowie Passwörter.

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