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Bowling for Columbine

05.08.2003 | 14:25 Uhr |

Michael Moore, Dokumentarfilmer und Autor des Bestsellers "Stupid White Men", will wissen, warum die USA ein so gewalttätiges Land sind. Um es herauszufinden, reist er durch die Staaten und deckt allerlei Absurdes auf: beispielsweise eine Bank, die einem beim Kontoabschluss ein Gewehr schenkt.

Brillianter und sehr witziger Dokumentarfilm mit politischen Ambitionen. Pflichtfilm!

Michael Moore, Dokumentarfilmer und Autor des Bestsellers "Stupid White Men", will wissen, warum die USA ein so gewalttätiges Land sind. Um es herauszufinden, reist er durch die Staaten und deckt allerlei Absurdes auf: beispielsweise eine Bank, die einem beim Kontoabschluss ein Gewehr schenkt.

Er spricht mit Charlton Heston (Präsident der Waffen-Lobby-Organisation NRA), rechten Attentätern, Politikern und ganz normalen Leuten. Moore hält sich nicht zurück, sondern stellt entlarvende Fragen und bezieht Position - was auch den hauptsächlichen Reiz des Streifens ausmacht, denn anders als ein klassischer Dokumentarfilm ist "Bowling for Columbine" provokant, flott geschnitten und stellenweise sehr, sehr witzig.

So cool hat bis dato noch niemand die amerikanische Waffenhysterie als das enttarnt, was sie ist: Angst vor allem, was anders ist. Es spricht Bände, dass die besonnensten Sätze in diesem Film kein Politiker spricht, sondern ausgerechnet der Schock-Musiker Marilyn Manson.

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