Blocker mit eigenen Waffen schlagen

Eines der einfachsten Mittel, einen Blocker zu deaktivieren ist es, ihn so zu deinstallieren, wie es auch die eigene Uninstall-Routine machen würde.
Es gibt dazu allerdings nur sehr selten unter "Systemsteuerung | Software | Installieren/Deinstallieren" einen Eintrag wie "Spiele-Blocker" oder "Moorhuhn-Blocker", da diese Programme nicht den üblichen Installationsweg nutzen.
Allerdings tragen sich einige Programme hier ganz Windows-konform ein und lassen sich mittels eines Passwortes auch entfernen, egal ob die Passwortsteuerung ins Programm direkt integriert oder per Übergabe in der Kommandozeile realisiert ist (etwa "Blocker.exe Passwort").
Bei allen getesteten Blockern war das Passwort fest vorgegeben, und in der EXE-Datei zu finden, wo es im Klartext, also völlig unverschlüsselt vorlag. Es genügte daher, das Blocker-Programm mit einem Textbetrachter oder Editor nach auffälligen Zeichenketten abzusuchen, um sie als Passwort auszuprobieren. Oft sind diese Zeichenketten sogar direkt in der Nähe eines der Begriffe wie "Passworteingabe" oder "Please enter the password" zu finden.
Auf diese Weise lassen sich etwa die Hälfte der Programme mit ihren eigenen Waffen schlagen. Der Umgang mit Passwörtern erwies sich bei allen Testkandidaten als völlig unausgereift. Denn Passwörter sollten immer verschlüsselt und an einer unauffälligen Stelle im Programm gespeichert werden, nie jedoch direkt in die Abfrageroutine integrieren werden.
Einige Blocker-Programme lassen es zu, dass der Administrator Zeiten oder Wochentage vorgibt, zu denen der Benutzer spielen darf. Bei diesen Programmen ist es ohne weiteres möglich die Uhr oder das Datum so zu verstellen, dass der Blocker den Spieler duldet. In unserem Test sind alle Programme auf diesen einfachen Trick hereingefallen. Dabei gäbe es durchaus die Möglichkeit, etwa durch eine Abfrage der aktuellen Server-Uhrzeit die freigegebenen Zeiten wirksamer zu kontrollieren.
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