Um bei jedem Rechnerstart aktiv werden zu können, müssen sich die Blocker in einer Windows-Startdatei oder in der Registry verewigen:
Unter Windows 9x ist an diese Dateien rasch heranzukommen:
Ein Blick in die WIN.INI und die Suche nach dem "Run="-Schlüssel (Sektion "[windows]") genügt, um mögliche Blocker-Programme aufzuspüren.
Ein ebenfalls beliebter Trick ist es, in der SYSTEM.INI den Eintrag "shell=Explorer.exe" (Sektion "[Boot]") so zu ändern, dass nicht der Explorer, sondern ein anderes Programm, in diesem Fall der Blocker gestartet wird.
Eine weitere Möglichkeit ist auch hinter diesem Eintrag noch ein anderes Programm aufzunehmen, so dass es direkt beim Windows-Start geladen wird.
Meistens findet man jedoch einen Aufruf nur in der Registry unter dem Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run" bzw. unter "RunServices".
Ein Programm im Test hat sich gleich an mehreren Stellen verewigt, um auch gewiefte Anwender auszutricksen.
Alle in der Registry unter "Run" oder "RunServices" aufgeführten Programme könnten theoretisch etwas mit dem Blocker-Programm zu tun haben. Die echten Blocker-Module fallen meistens jedoch durch ihre Namensgebung auf. So sind etwa Teile wie "Anti", "Block" oder "Stop" höchst verräterisch. Oft hilft auch ein Blick in das Windows\System-Verzeichnis, um Programme zu identifizieren, die als Blocker in Frage kommen würden.
Änderungen in der Registry oder bei den Systemdateien dürften allerdings Gelegenheits-Nutzer bereits hinreichend abschrecken. Denn Fehler können zu schwerwiegenden Schäden an ihrer Windows-Installation führen, die den korrekten Start verhindern oder auch Datenverlust zur Folge haben können. Mitunter legen sie auch wichtige Systemprogramme lahm und bringen auf diese Weise das System zu Absturz.
Unter Windows NT ist es noch schwieriger, gegen die Blocker vorzugehen. Denn die Spielefreaks haben normalerweise keine Zugriffsrechte auf die Registry und können solche Einstellungen damit nicht so leicht ändern.
Die Entwickler könnten allerdings diesen Weg der Identifizierung ganz umgehen, wenn sie ihre Programme direkt als Systemtreiber (VXD bzw. WDM) einbinden würden, denn mit diesen Funktionsweisen sind die meisten Anwender nicht so vertraut.
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