Es ist jedoch nicht unbedingt empfehlenswert, die Blocker abzuschalten. Einige von ihnen bieten dem Administrator die Möglichkeit von einem anderen Rechnern aus zu prüfen, ob der Blocker noch im Einsatz ist - oft sogar mit einer kurzen "Spielstatistik". Sollten die Programme nicht mehr aktiv sein, wird sofort Alarm geschlagen.
Der Spielefreak wird daher versuchen, den Blocker weiterhin laufen zu lassen, ihm aber so ins Handwerk zu pfuschen, dass er Spiele, deren Start er verhindern soll, nicht mehr erkennt.
Es reichte jedoch nicht einfach nur die EXE-Dateien der Spiele umzubenennen, da die Blocker gar nicht prüfen, welche Programme gestartet werden.
Sie achteten vielmehr in einem regelmäßigen Abstand (etwa alle 1/2 bis 1 Sekunde) darauf, welche Tasks bzw. Fenster geöffnet sind. Fenster oder Tasks mit "verbotenen" Namen schlossen diese Programme umgehend und protokollierten diese Aktivität zum Beispiel durch Bildschirmmeldungen oder in einer Reportdatei.
Daher wird der Angreife die Task- bzw. Fensternamen der Programme ändern, so dass sie nicht mehr in der Liste der zu blockierenden Programme stehen.
Dazu kann man entweder das Blocker-Programm oder das Spiel selbst patchen, denn die meisten Programme führen keinen Test durch, ob sie unverändert sind und laufen nach der Veränderung noch genauso gut oder schlecht wie vorher.
In allen getesteten Blocker-Programmen waren die Namen der zu blockierenden Programme unverschlüsselt gespeichert, was es recht einfach macht, sie zu verändern. Hier sind beispielsweise heutige Virenscanner technologisch schon deutlich weiter. Sie speichern wichtige Informationen verschlüsselt und machen bei jedem Start einen Selbsttest, der Veränderungen entdeckt.
Damit die Programme modifiziert werden können, dürfen sie allerdings nicht aktiv im Speicher sein. Der Spielefreak wird dabei meist den Weg des geringsten Widerstands gehen und Hand an das Spiel legen.
Hat ein Spielefreak beispielsweise mit Hilfe eines Hex-Editors in einem Spiel den Namen durch einen anderen ersetzt, wird ein auf den Original-Namen angesetzter Spiele-Blocker keinen Alarm mehr schlagen.
Diesen Angriff können die Hersteller der Blocker nur kontern, wenn sie nicht mehr nur nach den Fenster- oder Tasknamen der Programme suchen.
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