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19.01.2010, 13:12

Christian Löbering

Blitzreinigung für Windows

Ein neues Windows in 12 Minuten

Ihr Rechner kann mehr. Befreien Sie Ihr System von allem Ballast, nutzen Sie den Platz auf Ihrer Festplatte optimal, und holen Sie das letzte Quäntchen Leistung aus Ihrer Hardware heraus.
Windows ist fett geworden! Im Vergleich zur ersten Version 3.1 brauchen XP und Vista um ein Vielfaches mehr an Speicherplatz und Ressourcen. Das ist normal, schließlich kann ein Windows von heute mehr als seine Vorgänger, und außerdem stellen die Benutzer inzwischen auch deutlich mehr und andere Forderungen an ein Betriebssystem.

Trotzdem: Windows hat ein strukturelles Problem. Das System häuft Datengräber an - angefangen bei der Registry über das Standard-Benutzerkonto mit Admin-Rechten bis hin zu Systemordnern. Zudem lässt es jede Software, jede Malware, ja fast schon jedes Datenpaket so dicht an die eigenen Eingeweide heran, dass man eine Kernkomponente nicht mehr von einer Fremdkomponente unterscheiden kann. Die Folgen sind dramatisch: Verfettung, schleichende Lähmung und Angreifbarkeit.

In den folgenden 18 Tipps erfahren Sie, wie Sie Ihren Rechner flott kriegen, bevor es zu spät ist. In 12 Minuten zum neuen Windows!

Schritt 1: Software-Ballast abwerfen
Installierte Software belegt Platz auf der Festplatte. Sobald sie gestartet ist, kostet sie Ressourcen und erhöht die Angriffsfläche für Malware. Deshalb sollten Sie die installierten Anwendungen auf das wirklich notwendige Maß reduzieren. Die primäre Anlaufstelle für die Gewichtsreduktion finden Sie in der Systemsteuerung hinter dem Applet "Software" (2000, XP) beziehungsweise "Programme und Funktionen" (Vista).

Hier wird aufgelistet, was derzeit auf Ihrem Rechner installiert ist. In den meisten Fällen ist das zu viel. Gönnen Sie Ihrem System eine Kur: Markieren Sie jede Anwendung, die Sie nicht mehr brauchen oder nicht benutzen, und klicken Sie auf "Entfernen". Seien Sie nicht zu zurückhaltend, wenn es darum geht, Anwendungen auszusieben: Programme, von denen Sie nicht wissen, was sie tun, sollten Sie als potenzielle Löschkandidaten ansehen.

Aber prüfen Sie noch einmal, was sie eigentlich machen, bevor Sie sie entfernen. Bei den anderen müssen Sie streng nach Nutzen selektieren. Beachten Sie dabei auch Redundanzen: Zwei funktionsgleiche Anwendungen verbrauchen nicht nur doppelt Ressourcen, sondern streiten sich häufig auch noch um die Dateitypen (Schritt 3).

Schritt 2: Software-Leichen beseitigen
Es kann vorkommen, dass Anwendungen sich über den Software-Dialog nicht de-installieren lassen, weil sie kaputt sind oder die De-Installations-Information gelöscht wurde. Normalerweise hilft es, wenn Sie die Software neu in denselben Ordner installieren und anschließend, wie in Schritt 1 beschrieben, über den Software-Dialog entfernen. Bei Tools, die über den Windows-Installer eingerichtet wurden, kann es passieren, dass sie sich weder neu- noch de-installieren lassen.

Aus dieser verzwickten Lage befreien Sie sich etwa mit dem kostenlosen Windows Installer Clean-Up. Nach der Installation rufen Sie das englischsprachige Microsoft-Tool über das Startmenü auf und wählen aus der "Installed Products"-Liste das störrische Paket aus. Nach einem Klick auf "Remove" entfernt Windows Installer Clean-Up die Installer-Konfiguration der Software. Das Programm selbst wird bei dieser Aktion nicht gelöscht. Sie haben jetzt aber die Möglichkeit, die Anwendung ohne Zwischenfälle neu in den ursprünglichen Ordner zu installieren und danach über den Software-Dialog sauber zu entfernen.
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