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Windows-Funktionen verbessern

11.02.2008 | 08:55 Uhr |

Windows kann mehr. Im letztenn Teil unserer Blitzlösungen, rüsten Sie eine Volltextsuche nach, vermeiden Ärger mit Dateien, bauen einen digitalen Datentresor und spielen alle Videos ab.

Teil 1 - So wird Windows besser
Teil 2 - Nervige Windows-Probleme gelöst
Volltextsuche nachrüsten
Windows Vista indiziert, sucht und zeigt Dateien in zahlreichen gängigen Multimedia- und Office-Formaten an – Mails und kürzlich besuchte Websites inklusive. Windows XP fehlt eine vergleichbare Funktion. Ein Gratis-Tool wertet die Dateisuche in Windows auf.

Schnell suchen, zuverlässig finden

Die Suchfunktionen von Windows XP verzichten auf einen schnellen Datei-Index. Entsprechend langsam werden Suchanfragen abgearbeitet und die jeweiligen Treffer in einer einfachen Liste präsentiert. Erst Windows Vista integriert standardmäßig Windows Desktop Search als leistungsstarke Suchmaschine. Mit dem Programm Copernic Desktop Search 2.1.1 (kostenlos, 5,29) lässt sich auch unter Windows XP eine schnelle und komfortable Indexsuche nachrüsten.
Mit Copernic Desktop Search durchsuchen Sie lokale Festplatten und Netzlaufwerke beispielsweise nach Microsoft Word-, Excel-, Powerpoint-, Text- und RTF-Dateien, PDF-Dokumenten, Mails sowie deren Anlagen und können Bilder sowie Musik- und Videoclips aufspüren. Neben Outlook und Outlook Express werden auch die Mail-Programme Thunderbird und Eudora unterstützt. Weiterhin ist es möglich, Lesezeichen und Browserverläufe von Internet Explorer und Firefox zu durchsuchen.

Nach der Installation und dem ersten Start möchte der Copernic-Assistent von Ihnen wissen, welche Dateien im Index aufgenommen werden sollen. Setzen Sie ein Häkchen bei „I want to select the folders to index“, und klicken Sie auf „Next“. Im Programmfenster von Copernic rufen Sie die Optionen unter „Tools“ in der Menüleiste auf. Unter „Emails“ und „Files“ legen Sie zuerst fest, welche Mailprogramme, Verzeichnisse und Dateien im Index berücksichtigt werden sollen. Einige Verzeichnisse wie „Eigene Dokumente“ und „Eigene Bilder“ sind bereits voreingestellt. Möchten Sie eigene Ordner hinzufügen, so klicken Sie auf „Add“ und wählen das gewünschte Verzeichnis aus. Unter „Folder-Options“ können Sie die Dateien eingrenzen, also beispielsweise bestimmen, ob Sie Dokumente, Bilder, Videos oder Musikdateien indizieren möchten.

Suchabfrage starten

Ist der Index aufgebaut und die Suchleiste in der Taskleiste eingeblendet, können Sie die erste Suche beginnen. Geben Sie dazu einen beliebigen Begriff in das Eingabefeld ein, und wählen Sie danach den Suchbereich aus. Diesen können Sie übrigens in Copernic selbst jederzeit mit einem Klick auf die jeweiligen Buttons ändern. Bei der Suche lassen sich mehrere Worte mit den booleschen Operatoren AND, OR, NOT verknüpfen, auch die Phrasensuche – mehrere Worte in Anführungszeichen – ist verwendbar.

Im Hauptfenster von Copernic werden alle Treffer Ihrer Suchabfrage in zeitlicher Reihenfolge absteigend auflistet. Sie können die Sortierung rechts oben ändern, beispielsweise nach Verzeichnis (Folder) oder Dateityp. Im Vorschaufenster unten wird der Inhalt des markierten Dokuments mit farblicher Hinterlegung der Fundstellen angezeigt. Ein Doppelklick öffnet die Datei im verknüpften Programm. Links außen lässt sich die Suche verfeinern. Sie können beispielsweise das Dateiformat auf Microsoft-doc-Dateien einschränken, Größenfilter setzen oder das Datum beziehungsweise einen bestimmten Zeitraum auswählen. Nach einem Klick auf „Folder“ lässt sich nur ein bestimmtes Verzeichnis bei der Suche berücksichtigen. Nach dem gleichen Muster suchen Sie nach Mails – es werden jedoch andere Filter angeboten. Sie können die Ergebnisse beispielsweise nach bestimmten Absendern oder Empfängern filtern sowie nur Nachrichten anzeigen, die mit hoher Wichtigkeit gesendet wurden. Auch hier ist eine Eingrenzung auf einen Ordner möglich. Die Treffer lassen sich direkt in Outlook öffnen, beantworten, weiterleiten, drucken und löschen.

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