In letzter Zeit war in den Medien viel von Silverlight die Rede, Microsofts Antwort auf Adobe (Macromedia) Flash. Silverlight ist eine abgespeckte Variante der Windows Presentation Foundation. Seine technische Nähe zur WPF zeigte Silverlight in der Vergangenheit schon durch seinen ehemaligen Arbeitstitel "WPF/E", wobei das "E" für "everywhere" stand.
Mit Silverlight können animierte, dynamische und interaktive (Streaming)-Inhalte erzeugt werden, die sich im Webbrowser abspielen lassen. Das Ganze ist somit Microsofts direkte Antwort auf die längst im Web etablierte Adobe (ursprünglich Macromedia) Flash-Technologie, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um den mit Silverlight erzeugten Content abspielen zu können,
ist ein Plugin für den Browser erforderlich, das komplette .net-Framework 3.0 muss auf dem PC dagegen nicht installiert sein. Übrigens werden Silverlight 1.0-Inhalte noch nicht in einer .net-Sprache programmiert (das geht erst ab Silverlight 1.1, das derzeit nur als Alphaversion verfügbar ist), sondern in Javascript.
Das Aussehen der Silverlight-Objekte wird ebenfalls in XAML hinterlegt, insofern könnte man jetzt vermuten, dass man mit Expression Blend auch Silverlight-Content erstellen kann. Doch weit gefehlt, Microsoft wollte ganz offensichtlich so schnell als möglich mit dem Expression Studio auf den Markt kommen, so dass es den Silverlight-Support prompt erst mal wegließ. Mit Blend 1 können Sie somit nur WPF-Oberflächen, aber keine Silverlight-Oberflächen erstellen.
Doch die Entwickler von Microsoft arbeiten bereits daran, Blend auf Silverlight zu trimmen, Blend 2 wird definitiv mit Silverlight zurecht kommen, wie die bereits erhältlichen Community Technology Previews von Blend 2 beweisen (Sie können dann beim Anlegen eines neuen Projekts nicht nur wie bei Blend 1 zwischen EXE-Datei und Steuerelement-Bibliothek/WPF Control Library unterscheiden, sondern haben auch diverse Silverlight-Projekte zur Auswahl. Und Sie können sich dabei entscheiden, ob Sie mit Javascript oder einer .net-Sprache Silverlight Leben einhauchen wollen).
Wer also unbedingt Silverlight-Oberflächen kreieren will, sollte die Finger vom Expression Studio 1.0 Final lassen und sich stattdessen die kostenlose
Preview von Blend 2 herunterladen.Die September-Preview ist erst kürzlich erschienen und wie gehabt kostenlos. Sie ermöglicht unter anderem die gleichzeitige Anzeige von Design- und XAML-Ansicht, bietet Verbesserungen am XAML-Editor, besseren Control-Support, Unterstützung für Visual Studio 2008 (mit .NET Framework 3.5) und vieles mehr.
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