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Blades - mehr als nur Server

19.06.2007 | 09:34 Uhr |

Das bloße Stapeln von Blade-Servern in Racks reicht nicht aus, es muss auch für das entsprechende Umfeld gesorgt sein, denn der Energie- und Kühlbedarf ist bei der geballten Rechenleistung hoch.

Von Michael Erhard

Der Höhenflug hält an: Nach Prognosen der Marktforscher von IDC wird 2010 bereits jeder vierte verkaufte Server ein Blade-Rechner sein. Doch Blade-Infrastrukturen gehen zunehmend über reine Server-Lösungen hinaus. Der Trend geht zu integrierten, adaptiven Blade-Infrastrukturen, die auch Storage und Clients umfassen.

Die Bauart-bedingten Vorteile von Blades sind vielfältig: Sie sind sehr kompakt gebaut und werden in die dafür vorgesehenen Steckplätze eines Gehäuses geschoben. Dort sind sie automatisch mit den Kontakten für die Netzverbindungen und die Stromversorgung verbunden. Daraus resultiert eine - im Vergleich zu klassischen Komponenten im 19-Zoll-Format - einfachere Implementierung und Verwaltung. Auch virtuelle Ethernet- und Fibre-Channel-Verbindungen (Stichwort "Virtual Connect") erleichtern das Management. Mit ihrer Hilfe können Administratoren alle Änderungen "auf Knopfdruck" erledigen - auch per Fernwartung. Speziell die häufig sehr aufwändige Verkabelung wird so drastisch reduziert. Zudem lassen sich Blades einfach im laufenden Betrieb wechseln oder neu hinzufügen.

Das Ergebnis ist eine sehr skalierbare Infrastruktur. Redundante Komponenten zum Beispiel bei der Stromversorgung oder dem Netzanschluss sorgen für eine hohe Verfügbarkeit der Systeme. Ein weiterer Vorzug ist die große Rechenleistung auf kleinem Raum: Durch die kompakte Bauweise lassen sich wesentlich mehr Server und Prozessoren in einem Rack installieren, als dies selbst mit nur eine Höheneinheit großen Komponenten ("Pizzaboxen") möglich ist. Doch dieser Vorteil hat auch seine Tücken: Die hohe Rechenleistung auf kleinem Raum (Server-Dichte) sorgt dafür, dass mehr Abwärme pro Rack entsteht. Daher arbeiten die Hersteller an unterschiedlichen Konzepten, damit auch Blades "cool" bleiben.

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