Ratgeber

Blade-Server – eine Alternative

Mittwoch, 13.02.2008 | 12:20 von DR. KLAUS MANHARD
Werden mehr als acht bis zehn Rack-Server benötigt, können Blades eine Alternative sein. Die Komplett-Server auf einer einzelnen Platine, die Server-Blades, sind mit ein bis zu vier meist fest eingelöteten Prozessoren bestückt – samt Speicher, eigenen Festplatten und Netzwerkanschluss. Die schmalen Boards werden senkrecht in die Einschübe speziell dafür konzipierter Gehäuse gesteckt. Wird mehr Leistung benötigt, kommt einfach ein neuer Server hinzu – das funktioniert bei allen Herstellern im laufenden Betrieb.

Verbindungssache: Beim Blade-Server Primergy BX630 von
Fujitsu Siemens lassen sich vier 2-Socket-Server zu einem
8-Socket-Server verbinden. (Quelle: Fujitsu Siemens
Computers)
Vergrößern Verbindungssache: Beim Blade-Server Primergy BX630 von Fujitsu Siemens lassen sich vier 2-Socket-Server zu einem 8-Socket-Server verbinden. (Quelle: Fujitsu Siemens Computers)
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Blades oder andere Systeme mit vier Prozessoren bilden das oberste Ende des Leistungsspektrums bei der Zuverlässigkeit. Solche Vier-Prozessor-Maschinen werden vor allem bei unternehmenskritischen SAP- und Oracle-Anwendungen eingesetzt, bei umfangreichen Migrationen oder Virtualisierung.
Blades kommen insbesondere in größeren Rechenzentren zum Einsatz. Nicht zuletzt deshalb, weil Blade-Server höhere Packungsdichten erreichen als die üblichen horizontalen Einschübe für 19-Zoll-Racks. Ein einziges Rack kann hundert oder sogar mehr Server-Blades aufnehmen. Auch beim Preis-Leistungs-Vergleich punkten Blades vor Rack-Servern, denn Blades nutzen Betriebsmittel wie Stromversorgung, Kühlung und Netzwerk-Switches gemeinsam. Und schließlich ist die Verkabelung bei Blades auch weniger aufwendig als bei normalen Servern.

IDC prognostiziert für diese Server-Gattung bis 2008 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über 50 Prozent. Laut den Marktforschern wird dann jeder vierte Server ein Blade-System sein. Auch in mittelständischen Unternehmen kann diese Alternative zu den klassischen Rack- oder Tower-Servern handfeste Vorteile bieten. So sinkt durch die Server-Konsolidierung der Platzbedarf drastisch.

Blade-Server gibt es unter anderem von Fujitsu Siemens, IBM, HP und Sun. Der Preis für ein komplettes Blade-Server-System hängt stark von Anzahl und Art der verwendeten Server-, Netzwerk- und Managementmodule ab. In der Regel liegen die Einstiegspreise bei mehreren Zehntausend Euro.

Ausführliche Informationen zu Blade-Servern liefert Ihnen der Artikel Blades revolutionieren die herkömmliche Server-Technologie .

Mittwoch, 13.02.2008 | 12:20 von DR. KLAUS MANHARD
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