Bereits ein dreiviertel Jahr auf dem Markt ist der Blackberry 8707v aus dem Hause RIM, aber er erfreut sich immer noch ungebremster Beliebtheit. Auf den ersten Blick ähnelt er stark dem E61i von Nokia (wobei man argumentieren könnte, dass in Wahrheit Nokia RIM kopiert hat) – er hat sich also vom billigen Plastiklook der frühen Blackberry-Modelle endgültig gelöst. Obwohl der 8707v in Deutschland mit QWERTZ-Tastatur angeboten wird, müssen Sie sich an eine Besonderheit gewöhnen: die deutschen Umlaute sind nicht direkt zu erreichen, sondern nur durch folgende Prozedur auszuwählen: Man hält die Taste des entsprechenden Vokals (etwa das „a“) gedrückt, um durch Drehen am Clickwheel den Umlaut (also im Beispiel das „ä“) auszuwählen.
Wie schon weiter vorne erwähnt, werden E-Mail-Anhänge, soweit sie der Server-Software von RIM bekannt sind, von dieser komprimiert und erst dann an den 8707v übertragen. Das erlaubt dem Gerät, auch bei schlechter UMTS- (oder langsamerer GPRS-) Verbindung E-Mails und angehängte Dateien recht schnell anzuzeigen. Andererseits verhindert dieses System per se, dass Sie die Texte oder Tabellen auf dem Gerät verändern. E-Mails können Sie aber selbstverständlich verfassen, und das mit den kleinen, aber präzisen Tasten auch sehr gut. Die Akkulaufzeit pendelt zwischen etwa sieben Stunden bei intensiver und zehn Stunden bei sporadischer Nutzung (jeweils mit Push-E-Mail), was für einen typischen Geschäftsreisetag reichen sollte.
Auch wenn der Blackberry 8707v technisch hinter den anderen hier vorgestellten Geräten zurückbleibt und aufgrund seines proprietären Betriebssystems weniger Software-Vielfalt bietet: er ist klar auf das namensgleiche Push-E-Mail-System optimiert und erfüllt als mobiler Briefeschreiber seinen Zweck tadellos. Außerdem gilt die Blackberry-Server-Software (nicht aber das namensähnliche Blackberry Connect, das es etwa für Symbian-Geräte wie das E61i gibt) unter Experten nach wie vor als das sicherste – sicherlich einer der Gründe, weshalb gerade größere Firmen und Konzerne immer noch vorrangig Blackberrys für ihre Führungskräfte einsetzen. Ohne Vertrag ist der Blackberry 8707 übrigens überteuert (rund 590 Euro); deutlich billiger wird er mit dem sowieso notwendigen passenden Daten-/Blackberry-Tarif bei einem der Mobilfunkprovider.
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