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Black Hat SEO: Von Firmen gefürchtet, aber unbewiesen

18.07.2013 | 12:01 Uhr |

Für jeden Online-Shop ist es überlebenswichtig, dass er möglichst gut bei Google gefunden wird. Doch was ist, wenn die Konkurrenz das mit Black Hat SEO verhindert?

SEO steht für Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung. Jede Firma möchte natürlich, dass ihre Webseite gut über Google gefunden wird. Darum optieren sie den Inhalt ihrer Seite so, dass Google sie als besonders wichtig für ein Thema einstuft und bei seinen Suchtreffern weit oben in der Ergebnisliste ausgibt. Hier bereits wird häufig schon getrickst. Deshalb hat Google Strafen für Webseiten eingeführt, die mogeln. Die Seiten landet dann weiter unten in der Trefferliste.

Gerüchteweise soll es aber auch das sogenannte Black Hat SEO geben. Der Begriff Black Hat stammt aus dem Hacker-Milieu, wo er Computer-Profis bezeichnet, die sich zu ihrem Vorteil Informationen beschaffen und dabei auch gegen Gesetze verstoßen (#Einbruch und #Datendiebstahl).

Bei der Black Hat SEO verstoßen die Spezialisten in erste Linie gegen die Vorgaben von Google, gegen die sogenannten Google WebmasterGuidelines . In den meisten Fällen werden Sie aber auch gegen Gesetze verstoßen (#Rufschädigung und mehr ).

Die Suchmaschinen-Manipulation des Black Hat SEO kümmert sich nicht um das Google-Ranking der eigenen Seite, sondern will die Seite der Konkurrenz bei Google-nach unten drücken. Erst in der Folge der schwächeren Konkurrenz kann dann die eigene Seite nach oben Rücken.

Zu den Methoden des Black Hat SEO zählen etwa folgende: Der Angreifer setzt massenweise Links auf attackierte Seite, die von sehr schlecht bewerteten Webseiten ausgehen. Weisen etwa viele Links aus Foren, in denen geklaute Software getauscht wird, auf einen Online-Shop, findet Google das nicht gut. Ist der Shop dann auch noch schwer zu erreichen, stuft Google die Shop-Seite herab. Die schlechte Erreichbarkeit kann ein Angreifer mit einer Ddos-Attacke erwirken. Dabei rufen tausend Rechner aus einem Bot-Netz heraus, die Shop-Seite auf und überlasten sie so.

Einen solchen Black-SEO-Angriff meldet etwa die Firma Solid Taste GmbH auf ihre Website www.noblego.de und dokumentierte die Attacke in ihrem Blog . Allerdings kamen etwa dem SEO-Spezialisten Marcel Schrepel ernsthafte Zweifel daran, ob es sich dabei tatsächlich um Black-SEO handelt. Seine Argumente finden Sie in seinem Blog .

Sicher ist, dass Black-SEO funktioniert. Ob es aber tatsächlich schon gegen Firmen eingesetzt wurde oder ob es sich dabei um eine der vielen Internet-Legenden handelt, steht noch nicht fest.

 

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