1776706

Bitdisk Free repariert Windows ganz von selbst

24.07.2013 | 10:59 Uhr |

Ihr Rechner repariert sich selbst – ein geradezu phantastischer Anspruch. Normalerweise ist es doch genau umgekehrt und Windows wird im Laufe der Zeit immer langsamer. Aber es stimmt: Die PC-Heinzelmännchen gibt es tatsächlich.

Kein Betreiber eines Internet-Cafés kann es sich leisten, jeden einzelnen Rechner jedes Mal nach der Benutzung zu kontrollieren oder gar zu warten: Da muss eine einfachere Lösung her. Warum also nicht das Gleiche auf den PC daheim übertragen, damit man selbst bedenkenlos etwas ausprobieren kann oder die Kinder nicht irgendetwas verstellen?

Verschiedene Optionen für die automatische Reparatur

Microsoft bot mit Windows Steady State früher selbst ein Programm für die Auto-Reparatur, doch das Original-Tool im Kiosk-Modus gibt es offiziell nicht mehr – nur noch per Google-Suche.
Vergrößern Microsoft bot mit Windows Steady State früher selbst ein Programm für die Auto-Reparatur, doch das Original-Tool im Kiosk-Modus gibt es offiziell nicht mehr – nur noch per Google-Suche.

Microsoft selbst bot lange Zeit mit Windows Steady State ein Programm für den sogenannten Kiosk-Modus an, in dem sich die Benutzerrechte grundlegend einschränken und bestimmte Programme sperren lassen. Doch das auf Windows XP und Vista beschränkte Tool gibt es nicht mehr. Unbestätigten Berichten zufolge könnte in Windows 8.1, dem ersten großen Update für das aktuelle Betriebssystem, wieder ein solcher Kiosk-Modus integriert sein. Sicher aber ist das nicht.

Doch auch ohne Steady State stehen gleich mehrere Reparaturoptionen zur Verfügung: die in Windows integrierte Systemwiederherstellung, ein Image-Programm wie Easeus Todo Backup Home , die System-Virtualisierung beispielswiese über Virtualbox oder das Sandboxing. Dabei kann man in einer Art „Sandkasten“ herumspielen und alles gefahrlos ausprobieren, ohne die eigentliche Windows-Konfiguration zu gefährden.

All dies ist nicht wirklich kompliziert, doch besonders einfach reparieren Sie Ihren Windows-PC mit Bitdisk Free – pardon, umgekehrt: das Tool erledigt es ja automatisch für Sie!

So stellen Sie Windows bei Fehlern wieder her

Etwas Vorbereitung: Daten auf der Festplatte organisieren

So einfach Bitdisk Free in der Praxis agiert, um eine Vorbereitung kommen Sie nicht herum: das Anlegen einer zweiten Partition auf der Festplatte. Denn Bitdisk kann ja nicht wissen, was es „reparieren“ soll. Es kann jeweils nur eine ganze Partition reparieren, also immer wieder zurücksetzen. Damit dabei nicht auch Ihre persönlichen Daten wie  Mails, Dokumente, Fotos und so weiter überschrieben werden, speichern Sie diese auf einer zweiten Daten-Partition. Ist diese nicht vorhanden, erstellen Sie sie gegebenenfalls in wenigen Minuten mit der Software Easeus Partition Master .

Anschließend verschieben Sie Ihre persönlichen Daten auf diese Partition und ändern noch die Pfade der Windows-Bibliotheken, damit zukünftig alle neuen Daten gleich dort gespeichert werden.

Bitdisk Free startet Windows immer wieder frisch

Bei der benutzerdefinierten Installation von Bitdisk Free lässt sich festlegen, welche der Festplatten-Partitionen geschützt werden soll: in aller Regel ist es die mit „C:“ bezeichnete Windows-Partition.
Vergrößern Bei der benutzerdefinierten Installation von Bitdisk Free lässt sich festlegen, welche der Festplatten-Partitionen geschützt werden soll: in aller Regel ist es die mit „C:“ bezeichnete Windows-Partition.

Bitdisk Free arbeitet zwar wie ein virtueller Computer, ist aber viel einfacher zu handhaben, denn Sie müssen keinerlei Zweitsystem installieren. Alles erledigt die Software vollautomatisch im Hintergrund, insbesondere müssen Sie auch nicht zwischen dem virtuellen und dem reellen System hin- und herschalten. Allerdings sind bei der alltäglichen Arbeit bei leistungsschwachen Rechnern leichte Performanceeinbußen spürbar.

So geht’s: Installieren Sie Bitdisk Free und wählen Sie, sobald der Setup-Assistent nach der Installationsvariante fragt, die Option „Benutzerdefiniert“. Im nächsten Schritt legen Sie als zu schützende Partition die Windows-Partition „C:“ fest.

Klicken Sie insgesamt dreimal auf „Weiter“, bevor Sie die Option „Schutz aktivieren“ markieren. Achten Sie dabei darauf, dass als zu schützende Partition die Windows-Partition „C:“ aktiviert ist. Bestätigen Sie noch zweimal mit „Weiter“ und drücken Sie abschließend die Schaltfläche „Jetzt neu starten“.

Sicheres System in der Sandbox mit Bufferzone 4

Der PC ist geschützt, er lässt sich in Bitdisk Free für ganz bestimmte Zwecke aber auch wieder deaktivieren – beispielsweise um ein Programm dauerhaft zu installieren.
Vergrößern Der PC ist geschützt, er lässt sich in Bitdisk Free für ganz bestimmte Zwecke aber auch wieder deaktivieren – beispielsweise um ein Programm dauerhaft zu installieren.

Nach zweimaligem automatischen Booten blendet Windows rechts unten im Taskbereich das Symbol des neuen, im Hintergrund arbeitenden Schutzprogramms ein. Wenn Sie nun – beispielsweise durch die Installation eines Programms oder durch irgendeinen sonstigen Eingriff – etwas auf der Windows-Partition ändern, sind die zwischenzeitlichen Änderungen nach jedem Neustart wieder weg: Windows repariert sich stets selbst.

Sind Sie von einer Systemänderung oder einer neuen Software überzeugt, so dass Sie sie dauerhaft behalten möchten, müssen Sie den Schutz in Bitdisk vorübergehend deaktivieren. Dann installieren Sie die gewünschte Software neu oder nehmen die Änderung Ihrer Wahl vor und aktivieren den Schutz in Bitdisk Free anschließend wieder.

 

 

 

0 Kommentare zu diesem Artikel
1776706