Im Web finden sich immer wieder Monster-URLs, die jedes Gedächtnis überfordern und auch in Mails schwer zu verschicken sind. Ein weiteres Problem: Manche Mail-Clients brechen überlange URLs in mehrere Zeilen um, so dass sie nicht mehr anklickbar sind. Notorische Verursacher für monströse URLs sind etwa Landkartendienste wie Google Maps, besonders dann, wenn man sie Routen berechnen lässt.
Wenn man derartige Web-Adressen weitergeben möchte, dann bereitet das nicht nur in Mails Schwierigkeiten, sondern auch in Foren oder Web-2.0-Messaging-Diensten wie Twitter. Auch Service für Mobiltelefone, die Informationen via SMS schicken, können URL-Bandwürmer schlecht verarbeiten.
Eine Reihe von Online-Diensten hilft, dieses Problem zu lösen. Sie nehmen lange URLs entgegen und erzeugen eine Kurzform auf Basis ihrer eigenen Domäne. Bei Eingabe der kurzen Adresse leitet der Service den Benutzer an seine eigentliche Destination weiter.
Der Klassiker unter den URL-Verkürzern ist TinyURL, mittlerweile sind noch weitere Anbieter wie "Snipurl / Snurl / Snipr" oder "Shorl" dazugekommen. Vergleichsweise neu ist Bit.ly und wartet mit einigen bisher nicht üblichen Funktionen auf. Dazu zählt, dass man bei jeder Kurz-URL sehen kann, wie oft und von welcher IP-Adresse beziehungsweise welcher Domäne aus sie bereits aufgerufen wurde. Dies ist etwa dann besonders praktisch, wenn man in Twitter-Nachrichten URLs einbettet und die Tweats auf Websites publiziert. Außerdem kann man die Informationen zu jeder gekürzten URL als RSS-Feed abonnieren.
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