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Bios-Update für Notebook und Tablet

14.07.2014 | 14:09 Uhr |

Ein Bios-Update will gut überlegt sein. Wir sagen Ihnen, wann eine neue Bios-Version Sinn macht und erläutern detailliert wie Sie bei Notebook und Tablet möglichst risikolos vorgehen.

Spätestens wenn sich bei Ihrem Rechner Systemfehler oder Abstürze häufen oder neuer Arbeitsspeicher nicht erkannt wird,ist es Zeit für ein Bios-Update. Das ist nie ohne Risiko - mit den richtigen Tipps geht dabei aber fast nie etwas schief.

So bereiten Sie das Notebook auf das Bios-Update vor

Auch heutzutage kann beim Bios-Update noch etwas schief gehen, etwa wenn Ihrem Notebook gerade beim Überschreiben der alten Bios-Programmierung der Saft ausgeht. Sorgen Sie also für eine stabile Stromversorgung und schließen mobile Rechner an die Steckdose an. Viele Geräte verlangen ohnehin einen Mindestladestand beim Akku, damit das Update überhaupt startet. Schützen Sie Ihre Dateien durch die Microsoft-Verschlüsselung Bitlocker, sollten Sie diese vor dem Update de-aktivieren und erst nach dem erfolgreichen Firmware-Flash wieder einschalten. Sichern Sie zudem alle für Sie lebenswichtigen und wertvollen Daten auf einem externen Datenträger. Wenn Sie das Bios über ein Windows-Tool flashen, sollten Sie auch keine Peripheriegeräte angeschlossen haben. Und stellen Sie unbedingt sicher, dass Sie die für Ihren Rechner passende Bios-Version und das dazu korrespondierende Update-Tool verwenden beziehungsweise herunterladen.

So finden Sie Bios-Updates für Notebook und Tablet

Beim Bios-Update müssen Sie nicht nur das richtige Modell auswählen, sondern auch das Betriebssystem. Dabei geht es um die Version, die beim Kauf installiert war, denn bei einigen Herstellern wie bei Acer gibt es zwei unterschiedliche Bios-Versionen für Notebooks mit Windows 7 und 8.

Achten Sie beim Bios-Update darauf, auch das korrekte Betriebssystem auszuwählen
Vergrößern Achten Sie beim Bios-Update darauf, auch das korrekte Betriebssystem auszuwählen

Für Notebooks ist die einzige Quelle fürs Bios-Update der Notebook-Hersteller. Suchen Sie auf der Support-Seite nach Ihrem Modell und achten Sie genau darauf, dass die Produktbezeichnungen übereinstimmen.  Bei vielen Notebooks finden Sie die exakte Modellbezeichnung auf einem Aufkleber an der Gehäuseunterseite. Danach müssen Sie auf der Webseite meist das Betriebssystem auswählen – und zwar das ursprünglich installierte, denn bei Modellen, die sowohl mit Windows 7 wie Windows 8 angeboten werden, gibt es oft für jedes Variante ein eigenes Bios-Update.

Auch bei Tablets ist der Hersteller der erste Ansprechpartner für ein Bios- oder Firmware-Update. Bei den meisten Android-Geräten können Sie das Update direkt über das Gerät abrufen – es wird per WLAN oder Mobilfunk geladen (OTA, Over-the-Air-Update). Da aber die Updates durchaus umfangreich ausfallen können, ist der Weg übers WLAN auf jeden Fall der günstigere und meist auch schnellere.

Update per Knopfdruck: Bei Android-Tablets lässt sich über die Einstellungen prüfen, ob eine neue Firmware vorliegt. Falls ja, können Sie sie auch gleich herunterladen und installieren
Vergrößern Update per Knopfdruck: Bei Android-Tablets lässt sich über die Einstellungen prüfen, ob eine neue Firmware vorliegt. Falls ja, können Sie sie auch gleich herunterladen und installieren

Tablets: So prüfen Sie, ob es ein Update gibt

Bei Tablets können Sie ganz leicht prüfen, ob ein Update vorliegt: Gehen Sie in den Einstellungen zu „Info zu Gerät“ oder „Über dieses Tablet“. Dort steht als oberste Option „Software-Update“ oder „Systemaktualisierung“. Dort können Sie unter einem Menüpunkt wie „Automatisch Aktualisierung“ auch veranlassen, dass das Gerät über einen Hinweis in der Statusleiste meldet, wenn ein Update vorliegt. Oder Sie stoßen den Update-Check selbst an: Findet das Tablet ein Update, lädt das Gerät es herunter und Sie können anschließend den Update-Vorgang starten. Anders als bei Windows stehen bei Android Updates des Betriebssystems und der Funktionen nicht grundsätzlich für alle Geräte bereit. Die meisten Hersteller passen die aktuelle Version an die eigene Installation an – wann und ob Sie ein Update bekommen, entscheidet der Geräte-Hersteller, nicht der Betriebssystem-Anbieter.

Bei einigen Android-Tablets, etwa von Pearl und Medion, müssen Sie am PC das Update als ZIP-Datei von der Support-Seite des Herstellers laden. Anschließend speichern Sie es im Hauptpfad einer Micro-SD-Karte, die Sie ins Tablet stecken. Über eine Update-App auf dem Tablet verweisen Sie auf den Pfad der Update-Datei oder werden direkt beim Einlegen der Speicherkarte zum Start des Updates aufgefordert. Bei Windows-8-Tablets bekommen Sie ein neues Bios meist auf der Support-Seite des Herstellers. Tablets mit Windows RT wie das Surface RT von Microsoft beziehen eine neue Firmware über die Funktion „Windows-Update“.

Die meisten Hersteller von Komplett-Rechnern wie hier Sony erleichtern das Bios-Update durch Windows-Tools: Die Software sucht und installiert das aktuelle Bios nach einem Mausklick
Vergrößern Die meisten Hersteller von Komplett-Rechnern wie hier Sony erleichtern das Bios-Update durch Windows-Tools: Die Software sucht und installiert das aktuelle Bios nach einem Mausklick

So verwenden Sie das passende Update-Tool

Die meisten Notebook-Hersteller haben eine Software vorinstalliert, die nach Updates für Software, Treiber und Firmware sucht. Der Vorteil: Das Tool listet nur Dateien auf, die zu Ihrem Modell passen. Der Nachteil: Nicht immer finden die Tools alle Updates, die es auf der Support-Webseite des Herstellers gibt. Und häufig müssen Sie erst das Tool selbst updaten, bevor es zu gebrauchen ist. Wenn es aber funktioniert, macht ein Hersteller-Tool wie Asus Live Update, Samsung SW-Update oder Sony Vaio Care das Bios-Update denkbar einfach: Sie lassen das Programm nach Updates suchen und weisen es an, die Updates zu installieren. Beim Bios erledigt das Notebook dass dann direkt unter Windows oder führt einen Neustart aus, um das Update in der Pre-Boot-Umgebung einzuspielen. Bei beiden Verfahren müssen Sie außer dem Mausklick zum Start des Update-Vorgangs nichts mehr erledigen.

Bei einigen Herstellern, etwa Dell und Medion, müssen Sie wie oben beschrieben auf der Webseite das Bios-Update suchen und herunterladen. Es steht meist als EXE-Datei zum Download bereit. Haben Sie sie auf dem Notebook gespeichert, gleicht sich das Verfahren: Doppelklick auf die Datei und das Bios-Update startet. Etwas komplizierter ist es beispielsweise bei Asus – sofern Sie das Live-Update-Tool nicht installiert oder schon gelöscht haben: Hier müssen Sie auf der Support-Seite die passende Bios-Datei fürs Notebook herunterladen und zusätzlich noch das Windows-Flash-Tool. Sie finden beide Dateien aber auf der gleichen Support-Seite für Ihr Notebook-Modell – die Bios-Datei unter „BIOS“, das Flash-Tool unter „BIOS-Utilities“.

Nach dem Update laden Sie am besten die „Optimized Defaults“, also die idealen Standardwerte, die der Hersteller für das Bios vorgibt. Läuft der Rechner dann stabil, können Sie im Bios Schritt für Schritt die Einstellungen tunen und beispielsweise höhere CPU- und Speicherfrequenzen einstellen.

Bei Windows-Tablets finden Sie die installierte Firmware-Version in der Systemsteuerung
Vergrößern Bei Windows-Tablets finden Sie die installierte Firmware-Version in der Systemsteuerung

Tablets: So finden Sie die Firmware-Version heraus

Bei einem Android-Tablet steht die aktuelle Version des Betriebssystems unter „Einstellungen, Info zu Gerät“. Auf dieser Seite sehen Sie etwa in der Mitte den Punkt „Android-Version“.

Bei einem Windows-Tablet rufen Sie die Systeminformation auf. Öffnen Sie die Charms Bar durch einen Wisch von rechts, tippen Sie auf „Suchen“ und geben Msinfo32 ein. Nach kurzer Zeit erscheint das Fenster der Systeminformation. Dort finden Sie in der Zeile „Bios-Version/-Datum“ die gesuchten Angaben. Unter „Bios-Modus“ steht, in welchem Modus das Bios arbeitet – bei aktuellen Windows-Tablets ist das UEFI.

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