Günstig gekauft, schnell geliefert
Online-Shopping - Darauf müssen Sie achten
Online-Shopping bei unbekannten Händlern hinterlässt oft ein mulmiges Gefühl. Wir zeigen, wie Sie die Spreu vom Weizen trennen. ©iStockphoto.com/pagadesign
Doch genau das stimmt nicht! Gerade weil die Preisdifferenzen so gering ausfallen, spielen bei der Auswahl des Shops andere Faktoren eine wichtige Rolle: Zunächst ist da natürlich die Frage, ob beziehungsweise wann die Ware lieferbar ist. Ist der Lagerstatus geklärt, sind Service, Kundenfreundlichkeit und Vertrauenswürdigkeit des Händlers von zentraler Bedeutung. Nach einer repräsentativen Umfrage, die die Gesellschaft für Konsumforschung bereits vor drei Jahren durchgeführt hat, kaufen deutlich mehr als die Hälfte der Befragten bei Händlern ein, die von anderen Käufern positiv beurteilt worden sind. Umgekehrt führen negative Bewertungen bei über 50 Prozent der Käufer sogar zum Abbruch des Kaufs.
Doch woher kommen die Bewertungen überhaupt? Die kurze Antwort heißt: Es kommt darauf an. Bei Verkaufsplattformen wie Ebay oder Amazon Marketplace können wirklich nur echte Käufer ihren Händler bewerten, hier sind die Manipulationsmöglichkeiten also vergleichsweise gering.
Anders sieht es bei den Preissuchmaschinen aus: Dort genügt es, sich zu registrieren, um dann ein Produkt oder einen Online-Shop mit einer Rezension versehen zu können. Die Registrierung selbst dauert weniger als eine halbe Minute und erfordert keinerlei Personenverifizierung: Eine Mailadresse und ein Pseudonym genügen.
Benjamin Ganter, Leiter des Produktmanagements bei Billiger.de, verteidigt dieses System: „So lässt sich auch ein Shop bewerten, wenn es gar nicht zum Kaufabschluss gekommen ist, zum Beispiel, weil dem Kunden die AGBs nicht zusagen.“ Das ist im Prinzip auch richtig, doch muss man sich der damit verbundenen Möglichkeit gezielter Falschbewertung bewusst sein – auch wenn das Qualitätsmanagement der Bewertungsportale dies verhindern soll.







