20.04.2012, 11:01

Oskar Greb

Bildbearbeitung

Fotos bearbeiten mit dem Smartphone

Bildbearbeitung mit dem Smartphone ©iStockphoto.com/izusek

Bilder bearbeiten mit dem Smartphone – das ist sinnvoll und macht Spaß. Selbst Profis sind überrascht, was sich mit den Minigeräten und Zusatzprogrammen alles zaubern lässt.
Die Kameras in besseren Smartphones schießen mittlerweile hochauflösende Bilder, die qualitativ an einfache Digitalkameras (Kompaktkameras) heranreichen können: Hinter der unscheinbaren Linse verbergen sich Megapixel, oft ein Autofokus, manchmal sogar ein (LED-)Blitzlicht – dabei holt die Optik häufig auch aus zu dunkel geratenen Motiven überraschend viele Details heraus. Aber selbst mit Bildern von schwächeren Kameras lässt sich eine Menge machen. Die in der Regel ab Werk installierte Foto-Software erlaubt meist lediglich das Blättern durch die Bildersammlung sowie nur eine rudimentäre Bearbeitung und Verwaltung der gespeicherten Aufnahmen.
Längst gibt es in den Markets jedoch Apps, die den Schreibtisch-Computer auch in Sachen Bilderverwaltung und -bearbeitung mehr und mehr ersetzen. Pfiffige Zusatzprogramme helfen dabei, Fotos aufzunehmen, zu verbessern und mit Effekten zu versehen.

Was das Foto-Handy alles leisten kann
Die kleine Linse in den Smartphones sammelt naturgemäß nicht so viel Licht ein wie die der viel größeren Digitalkameras. Da der Trend bei Smartphones noch immer in Richtung leicht und flach geht, muss man auf Finessen wie weitreichenden Blitz verzichten.Aber die Entwickler treiben die Technik an die Grenzen der Physik, und daher sind die Fotos moderner Smartphones angenehm rauscharm – Tageslicht vorausgesetzt. Bei Kunstlicht oder Nachtaufnahmen können die Mini-Optiken nur schwächeln. Je nach Bild sollte man die passende Voreinstellung wählen: Unter „Bildqualität“ etwa lässt sich oft eine erhebliche Verbesserung erreichen, natürlich zu Lasten des pro Bild benötigten Speicherplatzes (und gegebenenfalls auch der Übertragungskosten).
Wenn es auf Qualität ankommt, sollte man die Automatiken abschalten und manuelle Einstellungen wählen. Das gilt insbesondere für den manuellen Weißabgleich, denn die Automatiken können nicht erkennen, ob ein Motiv gelblich ist oder nur warm angeleuchtet wird. Und natürlich gelten die „klassischen“ Regeln: dunkle, große Räume ohne Blitz länger belichten, dabei sollte das Handy sicher stehen. Das Wackeln verhindert dann der Selbstauslöser.

Mit guter Software zum guten Bild
Zum guten Smartphone-Foto gehören unbedingt gute Apps. Nicht alles in den Markets ist sinnvoll: Ein echtes Software-Blitzlicht kann es natürlich nicht geben; die Apps, die das vorgeben, können allenfalls dunkle Bereiche aufhellen, aber niemals mehr Details offenbaren – was allenfalls als schwacher Effektfilter taugt. Sinnvoll sind jedenfalls Bildverarbeitungen, die Fotos wie vom PC her gewohnt nachträglich optimieren. Damit lassen sich die grundlegenden Arbeiten erledigen, wie Fotos zurechtschneiden, Effektfilter anwenden und Kontrast oder Helligkeit regeln. Automatikfunktionen nehmen einem viel Arbeit ab, etwa bei der Korrektur roter Augen, mit manuellen Funktionen lassen sich oft auch Gegenlicht-Fotos retten. Bessere Programme bieten dazu beispielsweise nachträglichen Weißabgleich und Tonwertkorrekturen, praktisch alle können Bilder beschneiden, aufhellen oder den Kontrast verbessern.

Beim Stichwort „Bildverarbeitung“ fällt fast zwingend der erste Blick auf Adobe Photoshop Express. Allerdings hat die kostenlose App wenig mit der von PC und Mac her bekannten (und teuren) Profi-Applikation zu tun: Sie bietet jedoch die meisten wichtigen Werkzeuge und Filter. Die für Foto-Handys wichtige Funktion zum Entrauschen muss man sich aber per In-App-Kauf für rund 1,60 Euro besorgen.
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