Privatsphäre im Web
Beziehungskrisen und ähnliches
Eine pikante Falle lauert hinter der Anzeige des Beziehungsstatus. Manche Facebook-Nutzer veröffentlichen die Tatsache, dass sie in einer Beziehung leben, um sich öffentlich zu ihrem Partner zu bekennen. Geht die Beziehung in die Brüche und aktualisiert der Nutzer die Einstellung, dann setzt er damit oft unwissend sein gesamtes Facebook-Umfeld davon in Kenntnis: eine Meldung darüber erscheint nämlich auf den Startseiten all seiner Freunde. Das kann unvorhergesehen Folgen haben: Im Internet findet man gar Schilderungen von Belästigungen frisch getrennter Facebook-User.
Ob Sie Ihren Beziehungsstatus überhaupt angeben möchten, ist selbstverständlich Ihre Sache. Wir empfehlen Ihnen aber, auf der Seite „Einstellungen, Privatsphäre, Neuigkeiten und Pinnwand“ zumindest den Eintrag „Beziehungsstatus ändern“ zu deaktivieren.
Ein Aspekt, der Facebook als soziales Netzwerk so flexibel und erfolgreich macht, sind die Facebook-Anwendungen. Facebook selbst stellt nur einen kleinen Teil der Funktionen der Website bereit; viele Nutzer erweitern Facebook um weitere Funktionen durch Anwendungen von Drittanbietern. Diese Anwendungen benötigen Information über Sie und/oder Ihre Freunde. Deshalb fordert Sie Facebook beim ersten Start einer Anwendung auf, dieser den Zugriff auf diese Informationen zu gestatten. Mit Ihrer Bestätigung erhalten die Betreiber der Anwendung weitreichenden Zugriff auf Ihre Daten: Sie erfahren nicht nur Ihren Namen, sondern haben auch Zugriff auf Ihre Fotoalben, Ihren Terminkalender, auf die Gruppen, in denen Sie Mitglied sind, und auf einige Informationen über Ihre Freunde. Überlegen Sie sich also genau, ob Sie eine bestimmte Anwendung brauchen.
Eine Übersicht über alle Anwendungen, denen Sie den Zugriff gestattet haben, finden Sie unter „Einstellungen, Anwendungseinstellungen“. Wählen Sie dazu im Feld „Zeige“ den Eintrag „Autorisiert“. Um einer Anwendung den Zugriff zu entziehen, entfernen Sie diese mit Klick auf das „x“ in dieser Liste. Eine lesenswerte Auflistung weiterer Informationen zu diesem Thema finden Sie übrigens auf Facebook selbst unter „Einstellungen, Privatsphäre-Einstellungen“ unter „Anwendungen“.
Genauso wie Ihre Freunde können Facebook-Anwendungen Nachrichten auf Ihrer Pinnwand hinterlassen. Auch hier können und sollten Sie regelmäßig prüfen, welche Nachrichten dort erscheinen. Den Umfang dieser Meldungen können Sie beeinflussen. Wechseln Sie zu „Einstellungen, Anwendungseinstellungen“, und wählen Sie aus dem Drop-down-Feld „Zeige“ den Eintrag „Posten zugelassen“. Daraufhin zeigt Facebook eine Übersicht über alle Anwendungen, die auf Ihre Pinnwand schreiben können. Nach einem Klick auf „Einstellungen bearbeiten“ bestimmen Sie, ob die jeweilige Anwendung auf Ihre Pinnwand immer, nur kurze Nachrichten, nur nach Nachfrage oder überhaupt nicht schreiben darf. Anwendungen, die Sie auf Ihrer Profilseite einbinden, bieten noch ein zusätzliches Register „Profil“. Dort legen Sie fest, ob und welche Besucher Ihrer Seite die Anwendung auf Ihrer Profilseite sehen können.
1. Überlegen Sie, welche Informationen Sie überhaupt im Internet veröffentlichen möchten.
2. Überprüfen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Informationen für Suchmaschinen, Gäste und nicht befreundete Facebook-Nutzer.
3. Überprüfen Sie jede Freundschaftsanfrage.
4. Sortieren Sie Ihre jetzigen und die zukünftigen Facebook-Freunde in Freundeslisten. Legen Sie Sichtbarkeits-Einstellungen für Ihre Freundeslisten fest.
5. Überprüfen Sie die Sichtbarkeits-Einstellungen anhand der Voransicht.
6. Möchten Sie wirklich über Foto-Links auffindbar sein?
7. Nutzen Sie alle installierten Anwendungen?
8. Welche Anwendungen dürfen Meldungen auf Ihrer Pinnwand veröffentlichen?
9. Überprüfen Sie die Einstellungen zur Anzeige des Beziehungsstatus.
10. Treffen Sie Ihre Freunde mal wieder offline.



