Bevor Elgg Anspruch auf den Thron anmeldete, existierte in der Open-Source-Welt bereits ein Quasi-Standard für den Aufbau von Online-Communities: Drupal ist eine ausgereifte Software mit einer aktiven Entwicklerschar. Die Software setzt wie Elgg auf PHP und MySQL auf. Alternativ kann als Datenbank auch PostgreSQL eingesetzt werden. Damit kann Drupal auf einem handelsüblichen Webspace installiert werden, der für dynamische Websites ausgelegt ist. Die Software ist eigentlich ein Content-Management-System (CMS), allerdings mit starkem Fokus auf Communities. Dazu gehört eben auch ein modulares Konzept, das den Verwalter entscheiden lässt, welche Features er aktivieren und den Usern zur Verfügung stellen möchte. Dazu zählen Weblogs und Foren, Podcasts, Newsletter, Bildergalerien und kollaborative Features. Die Funktionen können sich sehen lassen, und auch die Anpassungsmöglichkeiten sind umfassend.
Eine kommerzielle Community-Software auf Open-Source-Basis ist Dolphin, die in einer werbefinanzierten Variante kostenlos zu haben ist. Wer die Werbeeinblendung loswerden möchte, muss wahlweise 39 Dollar für ein Jahr oder einmalig 99 Dollar für eine zeitlich unbegrenzte Lizenz zahlen. Dolphin überzeugt mit einem riesigen Funktionsumfang, einer übersichtlichen Verwaltungsoberfläche und Erweiterungsfähigkeit. Gleichzeitig bietet Dolphin viele Optionen für einen kommerziellen Einsatz der Software. Nicht nur der professionelle Support von Boonex spricht für dieses Tool im Unternehmenseinsatz, auch besondere Funktionen wie die Integration diverser Payment-Systeme und Partnerprogramme machen Dolphin-Communities fit für eine erfolgreiche Vermarktung.
Eine Reihe von Tools ist angetreten, spezielle Aufgabenstellungen zu adressieren, anstatt ganze Communitys aufzubauen. Dazu gehört beispielsweise PHP Dug, das den Anwender eine eigene Version des sozialen Nachrichtenportals Digg.com einrichten lässt. Die Software ist in deutscher Sprache zu haben und kann Template-basiert beliebig umgestaltet werden.
Mit Dutch bauen Entwickler dagegen eine Wissensplattform auf, über die sich Informationen leicht austauschen lassen.
Für soziale Netzwerke, Nachrichtenportale und Collaboration-Funktionen ist Pligg bestens geeignet, das ein umfangreiches CMS mit vielen Community-Modulen bietet.
Für eine gehostete Community mit minimalem Einrichtungsaufwand ist Ning ein geeigneter Kandidat. Der Service stellt alle nötigen Module bereit, ohne dass der Anwender Software beim Provider installieren muss. Dafür muss man aber auf eine eigene Domain verzichten.
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