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Betrugsdelikte: Internet-Nutzer verlieren Millionen

12.04.2002 | 14:05 Uhr |

Das Internet Fraud Complaint Center hat seinen jährlichen Report zu Betrugsdelikten im Internet veröffentlicht: Insgesamt wurden Verluste in Höhe von 17,8 Millionen Dollar im Laufe des letzten Jahres gemeldet. Zudem machen Männer den Großteil der Täter und Opfer aus.

Das Internet Fraud Complaint Center (IFCC) hat seinen jährlichen Report zu Betrugsdelikten im Internet (bezogen auf die USA) veröffentlicht: Insgesamt wurden Verluste in Höhe von 17,8 Millionen Dollar im Laufe des letzten Jahres gemeldet. Zudem machen Männer den Großteil der Täter und Opfer aus.

Die am weitesten verbreitete Betrugs-Straftat waren Auktionsbetrügereien. Nach Angaben von IFCC gehörten rund 43 Prozent der knapp 16.755 Beschwerden des letzten Jahres in diese Kategorie. Durchschnittlich verloren Betrugsopfer dabei rund 395 Dollar.

Die höchsten Verluste erlitten Opfer des so genannten "Nigerian Scam" auch bekannt als "Advance Fee Fraud" oder "419 Fraud" - der durchschnittliche Schaden betrug in diesen Fällen rund 5.600 Dollar. Die Methode: Anwender erhielten eine Mail eines angeblichen nigerianischen Regierungsmitarbeiters. Dieser wolle einige Millionen Dollar auf dem Konto des Anwenders deponieren, um so bürokratischen Gegebenheiten seines Landes ein Schnippchen zu schlagen - der Anfang einer Odyssee. Auf diese Bauernfängerei fielen in den USA rund 60 Menschen herein. Weitere Details finden Sie hier .

Darüber hinaus kommt die Analyse zu folgenden Ergebnissen:

* mehr als die Hälfte der Betrüger leben in Kalifornien, New York, Florida, Texas und Illinois

* ein Drittel aller Betrogenen lebt in Kalifornien, New York, Florida und Texas

* 81 Prozent der Betrüger und mehr als 70 Prozent der Betrogenen sind Männer

* absolute Höchstbeträge (über 5000 Dollar) verloren vor allem Männer über 60

Der jährliche Report des IFCC soll den Strafverfolgungsbehörden helfen, sich ein Bild der momentanen Entwicklung zu verschaffen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Finanziert wird die Einrichtung durch das US-Justizministerium.

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