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Betrügerische Abmahnwelle gegen Website-Betreiber

19.06.2002 | 12:38 Uhr |

Einige Betreiber von Websites bekommen in diesen Tagen unangenehme Post - sie werden abgemahnt. Absender soll ein Rechtsanwalt sein, der die Besitzer von Websites mit Adult-Inhalten abmahnt, weil auf deren Seiten kein Jugendschutzbeauftragter namentlich genannt wird. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft (Eco) und weist darauf hin, dass die Abmahnung nicht rechtens ist.

Einige Betreiber von Websites bekommen in diesen Tagen unangenehme Post - sie werden abgemahnt. Absender soll ein Rechtsanwalt sein, der die Besitzer von Websites mit Adult-Inhalten abmahnt, weil auf deren Seiten kein Jugendschutzbeauftragter namentlich genannt wird. Dies meldet der Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco (Electronic Commerce Forum e.V.) und weist darauf hin, dass die Abmahnung nicht rechtens ist. Ein Jugendschutz-Beauftragter muss nach geltendem Recht auf der Seite nicht genannt werden. Eco zufolge handelt es sich dabei um eine regelrechte Abmahnwelle.

Der abmahnende Rechtsanwalt handelt im Auftrag eines Unternehmens. Allerdings konnte Thomas Rickert, Leiter des Arbeitskreises ICTF (Internet Content Task Force) im Verband der deutschen Internetwirtschaft, gegenüber der PC-WELT nicht die genaue Zahl der betroffenen Website-Betreiber nennen. Opfer der Abmahnversuche wurden Rickert zufolge bisher Anbieter von Seiten mit erotischen Inhalten. Die Abmahnungen entbehren jedoch jeglicher juristischen Grundlage, wie Rickert betont: "Es soll hier offensichtlich der Versuch unternommen werden, Anbietern Geld aus der Tasche zu ziehen".

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