Betrogener Ebay-Kunde schlägt zurück

Mittwoch den 18.12.2002 um 10:41 Uhr

von Markus Pilzweger

Ein 21-jähriger Ebay-Nutzer wurde bei einer Versteigerung um sein nagelneues Apple Powerbook G4 867 betrogen. Da sich diverse US-Behörden nicht für eine Verfolgung des Falls interessierten, nahm der Betrogene die Angelegenheit selbst in die Hand - mit Erfolg.
Ein 21-jähriger Ebay-Nutzer wurde bei einer Versteigerung um sein nagelneues Apple Powerbook G4 867 betrogen. Da sich diverse US-Behörden nicht für eine Verfolgung des Falls interessierten, nahm der Betrogene die Angelegenheit selbst in die Hand - aber lesen Sie selbst.

Im November dieses Jahres erschien das "Powerbook G4 867", ein Notebook von Apple. Kurz nachdem der 21-jährige Student Eric Smith das rund 2300 Dollar teure Gerät erworben hatte, entschloss er sich, das Powerbook per Ebay zu verkaufen. Für die "Sofort Kaufen"-Option legte Smith einen Preis von 2950 Dollar fest und um diesen höheren Preis zu rechtfertigen, legte der Student noch einige Hardware-Komponenten oben drauf.

Angaben von Smith zufolge erhielt er kurz darauf mehrere Anfragen per Mail. Darunter eine eines gewissen Steve Matthews, der ihm 2900 Dollar bot und angab, das Notebook als Geburtstagsgeschenk für seinen Sohn kaufen zu wollen.

Matthews bot an, die Lieferung per so genanntem "COD" (Cash on delivery) zu bezahlen. Diese Zahlung kann in den USA auch per Barscheck erfolgen. Smith willigte ein und versandte das Notebook per Fedex an eine Adresse in Chicago. Am 21. November händigte ein gewisser Paul Smith dem Fedex-Lieferant einen Barscheck der "Lasalle Bank" in Chicago aus. Wert: 3052,72 Dollar. Dieser entpuppte sich jedoch als Fälschung.

Eric Smith versuchte daraufhin, den Betrüger ausfindig zu machen, doch alles was er über ihn wusste, waren eine Handy-Nummer, eine Mail-Adresse und die Lieferadresse in Chicago. Letztere stellte sich jedoch lediglich als Abgabepunkt heraus.

Smith nahm daraufhin Kontakt zu diversen Behörden in den USA auf. Doch weder FBI noch Secret Service interessierten sich für eine Verfolgung des Falls, da die Betrugssumme zu niedrig sei, so Smith. Die Polizei in Chicago nahm zwar einen Bericht auf, untersuchte die Angelegenheit aber ebenfalls nicht weiter, teilte Smith mit. Also nahm der Student die Sache selbst in die Hand.

Mittwoch den 18.12.2002 um 10:41 Uhr

von Markus Pilzweger

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