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SP3-Mängel bei Windows XP beheben

02.07.2008 | 11:30 Uhr |

Ein letztes Service Pack für XP: Aber das Abschiedsgeschenk fällt mager aus und beschert XP sogar neue Probleme. Wir zeigen, wie Sie die Mängel beheben.

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Das Service Pack 3 ist da, und mehr XP kommt laut Microsoft nicht mehr nach. SP3 bringt XP zwar auf den neuesten Sicherheitsstand, lässt aber sichtbare neue Funktionen vermissen. Es beschert dem System nebenher auch einige neue Probleme. Lesen Sie hier, wie Sie die Hürden bei der SP3-Installation umgehen. Die gute Nachricht: Windows XP wird noch sechs Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgt. Es loht sich durchaus, mit System die Nachfolger Vista oder Windows 7 auszusitzen. Dazu müssen Sie sich nur zielsicher im großen Pool der XP-Tools und -Freeware bedienen. Viele nützliche System-Erweiterungen kommen Microsoft selbst, nur einbauen wollte sie der Hersteller offenbar nicht. Holen Sie sie auf Ihr System: Die wichtigsten Utilities haben wir für Sie zum Download bereitgestellt.

Bug oder Feature? IE im Fixierbad
Für alle, die SP3 bislang nicht installiert haben, eine wichtige Warnung vorweg: Sollten Sie die Preview des Internet Explorers (IE) 8 auf Ihrem System haben, ist es dringend angeraten, diese vor der Installation des SP3 zu entfernen. Sowohl ein installierter IE 7 wie eben auch die Beta von Version 8 lassen sich nach Installation des SP3 nicht mehr deinstallieren. Beim IE 7 sicher kein Problem - aber die Beta des IE 8 möchte sicher niemand dauerhaft auf seinem System lassen. Wurde das Service Pack 3 bereits allzu voreilig installiert, bleibt nur der folgende, etwas umständliche Weg: Sie müssen erst das SP3, dann die Beta-Version 8 des Browsers de-installieren, anschließend beides wieder installieren - und zwar in der Reihenfolge SP3, dann IE 8.

SP3 ohne optionales Zubehör
Trotz des großen Installationsumfangs von SP3 (Punkt 3) sind weder der IE 7 noch der Media Player 11 oder der Defender enthalten. Immerhin: Sind diese Komponenten bereits auf dem System vorhanden, versorgt sie SP3 mit den aktuellen Patches. Es empfiehlt sich daher durchaus, diese drei Programme vor dem SP3 aufzuspielen (sofern noch nicht geschehen).

Platz sparen: SP3 clever installiert
Wer das Service Pack 3 über das automatische Windows-Update und ohne manuelle Anpassungen einrichtet, benötigt während der Installation bis zu 1,5 GB Platz und verschenkt dauerhaft bis zu 1 GB. Das muss nicht sein: Unsere Tests ergaben, dass sich der Speicherhunger um rund die Hälfte reduzieren lässt - per Offline-Installation. Sie laden also die gesamte SP3-Installationsdatei herunter (etwa über den pcwUltimateLoader ) und führen die Installation vom Arbeitsplatz aus durch.Erstaunlich, eigentlich sollte es sich doch umgekehrt verhalten: Schließlich müsste es für Microsoft ein Leichtes sein, beim Online-Update nur die noch nicht enthaltenen Patches nachzuladen und zu installieren.

Radikal verringern lässt sich der Platzbedarf, wenn die Installation komplett darauf verzichtet, Uninstall-Dateien anzulegen. Erforderlich ist dies dann, wenn die Installation des SP3 aufgrund mangelnden Speicherplatzes schwierig oder unmöglich ist. Allerdings müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass es ohne sie keine Möglichkeit mehr gibt, das Service Pack wieder vom System zu tilgen. So geht's: Um SP3 ohne De-Installationsdateien aufzuspielen, muss die Offline-Installationsdatei auf Kommandozeile oder unter "Start, Ausführen" mit Parameter /N gestartet werden. Wer solche Startschalter öfter benötigt, kann auch die kleine Freeware Run With Parameters verwenden. Nach dessen Installation klicken Sie die SP3-Installationsdatei mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü die neue Option "Ausführen mit Parametern". Im Eingabefeld tragen Sie dann "/N" ein und klicken auf "Ausführen" - fertig. Die Installation läuft automatisch durch, ohne Platz für Uninstall-Dateien zu belegen.

Hausputz nach installiertem SP3
Wer Service Pack 3 schon installiert hat oder sein System noch gründlicher säubern möchte, kann die Option "Patch-Uninstall entfernen" des PC-WELT-Tools pcwKillEmAll verwenden. Es löscht die De-Installationsdateien für Patches und Service Packs entweder einzeln oder alle zusammen und schaufelt auf diese Weise mehrere hundert MB frei. Das Script entfernt nicht nur die Uninstall-Dateien, sondern auch alle dazugehörigen Registry-Einträge.
Achtung: Einige Virenscanner erzeugen bei pcwKillEmAll einen Fehlalarm.

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