Business-Notebook

Betriebssystem, Hardware und Sicherheit

Sonntag den 04.03.2012 um 07:00 Uhr

von Jon L. Jacobi

Das richtige Betriebssystem will gut gewählt sein. Windows
Home Premium ist nicht die beste Wahl. Greifen Sie besser zur
Professional-Version.
Vergrößern Das richtige Betriebssystem will gut gewählt sein. Windows Home Premium ist nicht die beste Wahl. Greifen Sie besser zur Professional-Version.
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Betriebssystem

Vor allem für kleinere Unternehmen ist es verlockend, zu den günstigeren Home-Versionen von Microsoft Windows zu greifen – doch das ist üblicherweise ein Fehler. Den Home-Versionen fehlen Verschlüsselungs-Optionen, sie funktionieren nur mäßig mit Netzwerk-Domains, führen ohne Dritthersteller-Software kein Netzwerk-übergreifendes System-Backup durch und sind auch nicht mehrsprachig. Wenn Sie hingegen lediglich auf ein Peer-to-Peer-Netzwerk setzen und Ihr eigenes Backup-Programm benutzen, gehen die Home-Versionen für Sie in Ordnung – auch wenn sie nicht optimal laufen. Grundsätzlich sollte auf Ihrem Business-Notebook aber Windows Professional oder Ultimate beziehungsweise Enterprise laufen.

Natürlich sollte man auch den Snob-Faktor nicht vernachlässigen. Wenn Sie versuchen, einem potenziellen Geschäftskunden zu imponieren, lassen Sie ihn besser nicht sehen, dass Sie eine Home-Version von Windows auf Ihrem Laptop benutzen...

Sicherheit ist ein wichtiger Faktor
Vergrößern Sicherheit ist ein wichtiger Faktor
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Sicherheit

Sicherheit ist ein wichtiger Faktor – übertreiben Sie's aber nicht mit den damit verbundenen Ausgaben, wenn es auf Ihrem Laptop nichts zu schützen gibt. Wenn Sie sensible Daten auf Ihrem Laptop lagern – was bei vielen Unternehmern der Fall ist – kommt für Sie eine Kombination der folgenden Möglichkeiten in Frage.

TPM: Steht für Trusted Platform Module. Dieser kleine Chip bietet Verschlüsselung für Hardware, Passwörter und andere Laptop-Funktionen. Er hilft dabei, sensible Daten geheim zu halten und Ihren Laptop angemessen zu verriegeln. In Verbindung mit BIOS verschlüsselt TPM vor allem die Hardware-Konfigurationen.

BitLocker: Mit diesem Sicherheitsstandard werden Daten auf dem Volume Level verschlüsselt (zum Beispiel auf der Festplatte C:). Windows 7 Ultimate und Enterprise bringen den BitLocker bereits von Haus aus mit. Der BitLocker arbeitet entweder als Standalone-Tool oder in Verbindung mit einem TPM.

Self-Encrypting Device (SED): Diese Festplatten führen Ihre eigene Verschlüsselung durch, verlassen sich dabei aber auf den TPM, BIOS oder eine Software-Komponente für ein Passwort.

Fingerabdruck-Scanner: Biometrische Fingerabdruck-Scanner sind sicherer als jedwede Passwörter, denn Ihre Fingerabdrücke können nun einmal nicht gestohlen oder gehackt werden – zumindest nicht ohne ein ausuferndes Mord- und Totschlag-Szenario. Auch für zerstreute Naturen sind sie ideal, denn Sie müssen sich weder ein Passwort merken, noch bestimmte Gegenstände mitbringen – Ihre Finger haben Sie ohnehin immer dabei.

Smart Card: Eine Smart Card ist im Wesentlichen das gleiche wie eine Chipkarte für den Einlass in ein Bürogebäude – in diesem Fall schließt sie allerdings das Tor zu Ihrem Laptop auf. Die Smart Card zählt zu den sichersten Möglichkeiten, Ihren Laptop zu verriegeln. Denken Sie allerdings daran, dass Sie die Karte immer wieder vom Laptop entfernen und mit sich herumtragen müssen. Wer die Karte dauerhaft im Laptop stecken lässt, kann sich das Verschlüsseln gleich sparen.

Die richtige Grafikkarte und Peripherie

In den meisten Fällen ist für ein Business-Notebook keine separate Grafikkarte nötig. Die integrierten Grafiklösungen in neueren Notebook-CPUs von Intel und AMD sind mehr als ausreichend für die meisten Business-Aufgaben. Einzige Ausnahmen sind die schwächeren Atom-Prozessoren in vielen Netbooks, die beispielsweise keine 1080p-Videos ruckelfrei übertragen können. Wenn Sie mit Ihrem Notebook Präsentationen durchführen wollen, achten Sie darauf, dass sowohl Grafikkarten- als auch der Anschluss für den externen Monitor mit allen Projektoren und Displays kompatibel sind, die Sie in der Regel mit Ihrem Notebook benutzen.

Anschlüsse und Adapter

VGA und HDMI-Anschlüsse sind mittlerweile die Norm bei jedem Notebook – VGA für die Abwärtskompatibilität und HDMI für das beste Bild mit modernen Displays. Auch DisplayPort ist okay, solang Sie das DP++-Logo irgendwo entdecken können. Denn das garantiert Ihnen, dass Sie auch HDMI, DVI und VGA über Ihr Notebook ausgeben können, wenn Sie die passenden Adapter benutzen.

WiDi, das Wireless-Display Interface von Intel, kommt für Präsentationen auch sehr gelegen, da es auf störende Kabelverbindungen verzichtet. Für diese Technologie brauchen Sie vor allem einen externen WiDi-Adapter für den Fernseher. Bedenken Sie auch, dass es eine geringe Verzögerung zwischen dem Bild auf Ihrem Notebook und dem Bild auf Ihrem Fernseher gibt.

Ein eSATA oder USB-3.0-Anschluss beschleunigt Ihre Backups auf externe Festplatten und das Hoch- und Herunterladen großer Datenmengen beachtlich. Wenn Sie es oft mit gigantischen Dateien oder Datenpaketen zu tun haben, achten Sie beim Notebook-Kauf auf diese Anschlüsse. Andererseits kommen Sie auch gut mit USB 2.0 zurecht, insbesondere wegen der zahlreichen Online-Backup-Dienste.

Worauf Sie hingegen niemals verzichten sollten, ist WiFi. Heutzutage wird kein Notebook ohne wenigstens 801.11b/g/n Wi-Fi-Adapter verkauft. Im Vorfeld sollten Sie aber überprüfen, ob Ihr Unternehmen nicht noch auf 5 GHz 802.11a eingestellt ist, was lange Zeit der Kern-WiFi-Bereich für Unternehmen war.

Bluetooth ist überaus praktisch, um Ihr Notebook kabellos mit Ihrem Handy zu verbinden – zum Beispiel um Adressbücher zu synchronisieren. Zudem können Sie darüber auch ein Bluetooth-Headset für Skype und ähnliche Dienste kabellos an Ihr Notebook anschließen. In einigen (immer selteneren) Fällen, lässt sich so auch eine Tethering-Verbindung zwischen Handy und Notebook herstellen, die Ihr Notebook über die Datenverbindung Ihres Handys online schickt. Wenn Sie sich hingegen regelmäßig außerhalb der Reichweite von WiFi-Netzen befinden, wird’s mit Tethering bald zu teuer. Eine Breitband-Verbindung ist daher die bessere Alternative. Einige Notebooks verfügen über eingebaute Breitband-Antennen, bei den meisten anderen benötigen Sie einen externen UMTS-Stick für dauerhafte Datenverbindung. Denken Sie in diesem Zusammenhang auch an die monatlich anfallenden Kosten für den entsprechenden Datenvertrag.


Sonntag den 04.03.2012 um 07:00 Uhr

von Jon L. Jacobi

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • greypanter 18:02 | 12.02.2012

    Das beste Notebook für Ihr Unternehmen

    Nein erstes Notebook, ein Kasten von 3 Kilogramm, stammt von 1985 und 5 weitere folgten im Laufe der Jahre. Letztes Jahr kam ich zu der Überzeugung, dass die Notebooks zu den Dinosauriern gehören – genau wie ich selbst. Ich schaffte mir daher das Medion Lifetab an: Es war eine Verjüngungskur für mich und meine Frau, welche seither auch fleißig am tabben ist, während sie zuvor höchstens für ein Computerspiel zu gewinnen war. Mit WLAN und Daten-Cloud ist das Lifetab das flexibelste und vielseitigste Gerät, das man derzeit bekommen kann. Ideal dazu passt eine SIM-Karte von GMX, weil man für Auslandsreisen das Internet nach Bedarf dazu buchen kann. Was sollen da noch die schwerfälligen Notebooks mit ihrer teuren Software?

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