MongoDB ist eine NoSQL-Datenbank. Im Gegensatz zu relationalen Datenbank-Management-Systemen werden die Daten objektbasiert gespeichert. PC-Welt verrät Ihnen die Vorteile von MongoDB und warum die Lösung mit dem „Bossie Award“ ausgezeichnet wurde.
Die Open-Source-Datenbank MongoDB macht der populären Datenbank MySQL Konkurrenz. Im Gegensatz zum Quasi-Standard von relationalen Datenbanken setzt MongoDB auf NoSQL. NoSQL heißt keineswegs „kein SQL“ sondern steht für „Not only SQL“ (nicht nur SQL) und erweitert relationale Datenbank-Management-Systeme (RDBMS).
Das RDBMS MySQL hat sich seit seiner Entwicklung im Jahr 1994 gewissermaßen weltweit zum Standard für Datenbanken im World Wide Web entwickelt, da es häufig in Verbindung mit PHP auf Web-Servern (auf denen meist Linux läuft) eingesetzt wird. Solche Systeme bezeichnet mal als LAMP (Linux, Apache, MySQL, PHP). Nach offiziellen Angaben soll die Datenbank weltweit über 65.000 Mal am Tag heruntergeladen werden und über sechs Millionen Mal installiert worden sein. Außerdem werden dem RDBMS Vorteile in Bezug auf Administrations-Tools, Benutzerfreundlichkeit und Kostenersparnis zugesprochen.
Das dokumentbasierte Datenbanksystem MongoDB ergänzt relationale Datenbanken, indem es die Skalierbarkeit der Daten erleichtert und das Datenbanksystem flexibler gestaltet. Flexible Systeme werden immer wichtiger für Cloud Computing und soziale Netzwerke. Im Gegensatz zu relationalen Datenbanksystemen werden die Objekte hier als Dokumente gespeichert. Diese können sich in der Anzahl ihrer Felder unterscheiden. Das bedeutet, dass ein Objekt ein Attribut mehr als ein anderes im gleichen Dokument haben kann. Im entsprechenden Feld für das zweite Element steht keinesfalls der Wert NULL sondern es existiert einfach nicht.
Grenzen von relationale Datenbanken
Laut dem US-Blog TechCrunch spürte der Mikroblogging-Dienst Twitter den dramatischen Datendurchsatz-Zuwachs am deutlichsten. Im Juni 2011 berichte der Blog, dass rund 200 Millionen Tweets am Tag versendet werden. Im Vorjahr waren es lediglich 65 Millionen. Bei solchen Datenmengen stoßen RDBMS gewöhnlich an ihre Grenzen. Daher setzt Twitter zwischenzeitlich auf MySQL- und auf NoSQL-Lösungen, um die Performance seines Dienstes zu steigern.
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