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01.09.2010, 12:05

Hans-Christian Dirscherl, Daniel Behrens

LTE - der UMTS-Nachfolger

"Digitale Dividende": Die LTE-Frequenzen

Im April 2010 hat die Bundesnetzagentur die LTE-Lizenzen in einem streng geregelten Auktionsverfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit versteigert. Es kamen Frequenzen "in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz, 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten" im Umfang von insgesamt circa 360 MHz unter den Hammer.
Als Bieter traten auf: Die Deutsche Telekom, Vodafone D2, O2/Telefónica und E-Plus (diese vier Unternehmen waren von den ursprünglich insgesamt sechs Bewerbern zur Versteigerung zugelassen worden). Die Bieter saßen hinter verschlossen Türen und mussten sich an ein genau festgelegtes Regelwerk halten.
Als besonders begehrt galten die Frequenzen um 800 MHz (genauer gesagt: 790 MHz bis 862 MHz), da sie eine hohe Reichweite und damit eine gute Gebietsabdeckung mit vergleichsweise wenig Basisstationen ermöglichen. Diese Frequenzen wurden früher für das analoge Antennenfernsehen genutzt und sind durch die Umstellung auf das digitale DVB-T frei geworden. Daher bezeichnet man sie auch als "digitale Dividende".
Die übrigen Frequenzbereiche, die zur Versteigerung standen, stammten großteils aus der UMTS-Auktion im Jahr 2000. Dabei handelte es sich um Frequenzen, die Mobilcom und die Group 3G (Telefónica und Sonera) zurückgegeben hatten.
Vodafone erwarb insgesamt 12 Frequenzblöcke für circa 1,4 Milliarden Euro. Telefónica O2 Germany ist mit elf erworbenen Frequenzblöcken für 1,38 Milliarden Euro ebenfalls gut dabei. Danach folgt die Telekom mit 10 Blöcken für 1,3 Milliarden Euro. E-Plus erwarb nur 8 Blöcke für 284 Millionen Euro. Alle Details zum Ausgang der LTE-Frequenzauktion samt Stellungnahmen der Netzbetreiber finden Sie im PC-WELT-Beitrag "4,4 Milliarden Euro: Versteigerung der Mobilfunk-Frequenzen ist beendet".
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