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Bei mehr RAM unnötig?

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Zeitaufwand

Problem: Sie haben Ihren Rechner auf 32 MB Speicher aufgerüstet. Da Sie wissen, daß das Auslagern von Speicher auf die Festplatte das System verlangsamt, deaktivieren Sie die Auslagerungsdatei. Doch schon der Start einer dritten Anwendung ist wegen Speichermangels unmöglich. Dabei sollte doch der eingebaute Speicher auch für mehr Programme reichen und die Auslagerungsdatei unnötig sein.

Lösung: Windows 95 verwaltet zwei Arten von Speicher. Der physikalische Speicher besteht aus den eingebauten RAM-Modulen (Random Access Memory). Je nach Ausstattung besitzen Sie davon in der Regel 8, 16 oder mehr MB. In diesen Speicher werden das Betriebssystem und die Anwendungen geladen und vom Prozessor ausgeführt. Wenn mehrere Programme gleichzeitig laufen oder nur wenig RAM eingebaut ist, erweitert Windows den Speicher durch eine Auslagerungsdatei auf der Festplatte (WIN386.SWP im Windows-Verzeichnis). Dieser zusätzliche virtuelle Speicher wird zum RAM addiert und von Windows so verwaltet, als ob Sie einen wesentlich größeren physikalischen Speicher hätten.Der Speicherbedarf von 32-Bit-Programmen kann recht hoch sein. Zunächst muß die EXE-Datei in den Speicher geladen werden. Sie sollten sich nicht täuschen lassen, wenn diese Datei verhältnismäßig klein ist. WINWORD.EXE ist bei Word 97 beispielsweise etwa 5 MB groß. Das Programm lädt dann aber noch eine Anzahl weiterer Dateien in den Speicher. Das sind beispielsweise DLL-Dateien, die zur Ausführung des Programms gebraucht werden. Hinzu kommt der Platz für die Anwendungsdaten. Maximal kann ein 32-Bit-Programm bis zu 4 GB belegen.

Die meisten 32-Bit-Anwendungen gehen mit dem verfügbaren Platz recht verschwenderisch um, so daß Ihre 32 MB physikalischer Speicher schnell erschöpft sind und Windows auf den virtuellen Speicher zugreifen muß. Bei einer deaktivierten Auslagerungsdatei kommt es in diesem Fall zu Abstürzen, oder das Programm verweigert seinen Dienst mit einer Fehlermeldung über Speichermangel. Dieses Problem beheben Sie, indem Sie die Auslagerungsdatei wieder aktivieren. (Die erforderlichen Einstellungen finden Sie über "Systemsteuerung, System, Leistungsmerkmale" unter "Virtueller Arbeitsspeicher".)Die Deaktivierung ist nur in wenigen Fällen sinnvoll. Sie können damit etwa bei einem Notebook, auf dem Sie nur ein Programm benutzen, die Zugriffe auf die Festplatte verringern. Die Stromersparnis verlängert dann die Laufzeit bei Akkubetrieb.

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