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Begriffsverwirrung: Zwei Sorten "Offline“-Dateien

27.10.2004 | 10:41 Uhr |

Der Explorer von Windows 2000 und XP enthält unter "Extras, Ordneroptionen“ eine Registerkarte "Offlinedateien“. Die erste Option dieses Dialogs lautet "Offlinedateien aktivieren“. Egal welche Einstellung Sie hier gewählt haben: Wenn Sie neue Web-Links ablegen ("Favoriten, Zu Favoriten hinzufügen“), zeigt der Internet Explorer grundsätzlich die Option "Offline verfügbar machen“ an. Windows 2000 und XP verwalten zwei Arten von "Offline“-Dateien, die technisch nichts miteinander zu tun haben. Wir erklären Ihnen was es mit den zwei Arten von "Offline"-Dateien auf sich hat.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Der Explorer von Windows 2000 und XP enthält unter "Extras, Ordneroptionen“ eine Registerkarte "Offlinedateien“. Die erste Option dieses Dialogs lautet "Offlinedateien aktivieren“. Egal welche Einstellung Sie hier gewählt haben: Wenn Sie neue Web-Links ablegen ("Favoriten, Zu Favoriten hinzufügen“), zeigt der Internet Explorer grundsätzlich die Option "Offline verfügbar machen“ an.

Lösung:

Windows 2000 und XP verwalten zwei Arten von "Offline“-Dateien, die technisch nichts miteinander zu tun haben.

Im Internet Explorer: Die eine und schon in älteren Windows-Versionen bekannte Sorte sind Offline-Inhalte aus dem Web. Diese landen im Ordner "Temporary Internet Files“ und sind vor allem dann sinnvoll, wenn Sie von einer Site eine Menge von Texten und Bildern lokal ablegen wollen. Die Link-Tiefe können Sie im Dialog "Zu Favoriten hinzufügen“ über den Button "Anpassen“ auf maximal "3“ setzen. Für mehr Übersicht empfiehlt es sich meistens, vorher die "Temporary Internet Files“ komplett zu leeren.

Noch detailliertere Einstellmöglichkeiten für die gewünschten Dateien erhalten Sie über die "Eigenschaften“ der jeweiligen URL-Verknüpfung auf der Registerkarte "Download“.

Im Windows-Explorer: Wenn Sie in 2000 und XP im Dialog "Extras, Ordneroptionen, Offlinedateien“ die "Offlinedateien“ aktivieren, erhalten Sie die Möglichkeit, Ordner von Netz-Servern/-Freigaben auf Ihrem PC lokal zu spiegeln. Deren Daten sind dann stets verfügbar, auch wenn der jeweilige PC nicht läuft.

Wählen Sie dazu im Windows-Explorer nach einem Rechtsklick auf den gewünschten Netzwerk-Ordner den Eintrag "Offline verfügbar machen“. Über den Menüpunkt "Synchronisieren“ bringen Sie lokal gespeicherte Offline-Ordner auf den neuesten Stand.

Diese Art von Offline-Dateien landet unter %windir%\CSC mit spezieller Pfadverwaltung. Der normale Zugriff erfolgt über die Netzwerkumgebung oder ein verbundenes Netzlaufwerk, wobei die Daten eben auch dann verfügbar sind, wenn die Freigabe es nicht ist.

Denkbare Anwendungsgebiete für das Spiegeln von Netzdaten sind kleinere, aber wichtige Transfer-Ordner für Arbeitsgruppen oder ein automatisches Backup im Heimnetz. Praktisch ist dabei vor allem, dass beim Synchonisieren inzwischen gelöschte Daten auf dem "Server“ und in den Offline-Daten des Backups entfernt werden.

Beide Arten von Offline-Ressourcen kennzeichnet der Windows-Explorer mit einem kleinen blauen Zusatzsymbol im Icon, und auch in den "Synchronisationseinstellungen“ (nach "Synchronisieren, Setup“) erscheinen die Web- und Netz-Offlinedateien gemeinsam. Offline-Daten deaktivieren können Sie entweder in den Favoriten des Internet Explorers oder im Windows-Explorer - jeweils über den Kontextmenüpunkt "Offline verfügbar machen“, der damit grau hinterlegt ist.

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