Ratgeber Fotografie

Beeindruckende HDR-Fotos knipsen

Mittwoch den 25.08.2010 um 11:49 Uhr

von Benjamin Schischka

Gras beim Wachsen zusehen, Blüten beim Öffnen beobachten oder schauen, wie der Nebel durchs Tal zieht. Ein, zwei Fotos sind da wenig aussagekräftig und ein Video dauert viel zu lange. Die Lösung sind Zeitraffer-Aufnahmen, die stundenlange Vorgänge in Sekunden oder Minuten komprimieren.
Cebop HEL (Notebook mit 3D-Chip)
Cebop HEL (Notebook mit 3D-Chip)

Gut für Spiegelreflexkamera-Besitzer: Eine Videofunktion braucht Ihre Kamera dafür nicht. Machen Sie stattdessen viele Fotos, die Sie nachher mit Freeware zu einem Zeitraffer-Video zusammenfügen. In jedem Fall sollten Sie ein Stativ einsetzen, damit die Szene immer genau aus der gleichen Perspektive fotografiert wird. Achten Sie auch auf möglichst konstante Lichtverhältnisse, es sei denn Sie halten einen Sonnenaufgang im Zeitraffer fest. Wichtig ist ein voller Akku. Profis setzen auf eine externe Stromversorgung.

Im Idealfall betätigen Sie konstant in bestimmten Intervallen einmal den Auslöser, dann wirkt das Ergebnis fließend. Je nach Motiv etwa alle 10 Sekunden oder alle 3 Minuten – experimentieren Sie vorab mit den Zeitabständen. Damit Sie nicht mit einer Stoppuhr neben der Kamera ausharren müssen, haben einige Kameras eine Intervall-Aufnahme-Funktion integriert. Ob Ihre das auch kann, erfahren Sie im Handbuch. Spiegelreflexkameras lassen sich nachrüsten – mit Zeitraffer-Fernbedienungen wie der Twin1 von Kaiser.

Laden Sie sich nun, falls noch nicht geschehen, den Windows Movie Maker für XP oder den Live Moviemaker für Vista oder Windows 7 herunter. Beide Programme sind kostenlos. In den Tools importieren Sie die geschossenen Bilder, aus denen die Zeitraffer-Aufnahme erstellt werden soll. Unter „Extras, Optionen, Erweitert“ legen Sie die Anzeigedauer der Einzelbilder fest. Wählen Sie einen sehr geringen Wert, auch bei der Übergangsdauer. Je nach Motiv schwankt die optimale Einstellung – probieren Sie es am besten aus. Sobald Sie zufrieden sind, speichern Sie den Film auf die Festplatte („Datei, Filmdatei speichern“).

Eine Unterart der Zeitraffer-Aufnahmen sind übrigens Stop-Motion-Videos. Beispiel: Sie stellen Lego-Figuren auf und arrangieren Sie für jedes Foto etwas anders. Am Ende kommt dabei ein Kurzfilm heraus.

Mittwoch den 25.08.2010 um 11:49 Uhr

von Benjamin Schischka

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