Surfbeschleuniger sind eine interessante Neuerung für alle Internet-Nutzer, die noch mit Modem oder ISDN unterwegs sind. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus einem Tool, das der Anwender auf seinem PC installiert, und einer Dienstleistung, einem speziellen Proxy-Server.
Das Tool sorgt dafür, dass Datenanforderungen des Nutzers nicht direkt an den Ziel-Server gesendet werden, sondern an einen Proxy des Beschleunigerdienstes. Dieser lädt dann die gewünschten Daten vom Ziel-Server herunter, zum Beispiel von www.pcwelt.de.
Nun folgt der wichtigste Schritt: Der Beschleuniger-Server komprimiert die empfangenen Daten und leitet sie an das Tool auf dem PC des Anwenders weiter. Dieses entpackt die Daten und schickt sie an den Browser. Diese Vorgänge laufen im Hintergrund ab, ohne dass sich der Nutzer darum kümmern muss. Durch die Komprimierung werden Web-Seiten schneller geladen.
Lange Ladezeiten von Websites sollen mit Onspeed der Vergangenheit angehören – der Anwender soll damit fast in Breitbandgeschwindigkeit surfen können. Die Nutzung des Onspeed-Dienstes kostet 39,99 Euro pro Jahr.
Die Installation und die Bedienung von Onspeed sind sehr einfach. Der Anwender bemerkt Onspeed nur dadurch, dass sich Web-Seiten spürbar schneller aufbauen – und dadurch, dass Bilder auf den Web-Seiten in geringerer Qualität erscheinen.
Denn das ist der Preis für den Geschwindigkeitsvorteil: Viele Elemente, darunter JPG-/GIF-Bilder und Flash- Animationen, sind schon komprimiert und lassen sich nicht verlustfrei noch stärker komprimieren.
Die Qualität leidet also. Wie stark, das lässt sich in der Konfiguration des Tools in sechs Stufen einstellen: Von schlechter Qualität bei hoher Beschleunigung bis Originalqualität ohne spürbaren Geschwindigkeitsvorteil.
Praktisch: Möchte man ein bestimmtes, stark komprimiertes Bild im Original sehen, um mehr Details zu erkennen, muss man Onspeed dazu nicht abschalten. Der Anwender klickt das Bild dazu im Internet Explorer nur mit der rechten Maustaste an und wählt den neuen Kontextmenü-Befehl „Original Bild anzeigen“ aus. Dann wird das Bild erneut geladen, diesmal ohne zusätzliche Kompression.
Mit anderen Browsern als dem Internet Explorer funktioniert das derzeit nicht. Ähnliches gilt für die automatische Konfiguration des Browsers: Wer einen anderen als den Internet Explorer oder Netscape einsetzt, muss ihn manuell so konfigurieren, dass er Onspeed als Proxy-Server nutzt.
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