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Beantwortet: Die wichtigsten Fragen zu PC-Peripherie

18.08.2013 | 17:01 Uhr |

Einige Fragen aus dem PC-Bereich scheint es schon ewig zu geben - zum Beispiel: Lieber Tintenstrahl- oder Laserdrucker. Andere stellen sich erste jetzt - wir beantworten alle.

Kombi-Drucker: Laser oder Tinte?   Die Frage

Ein neues Multifunktionsgerät muss her. Es soll die Aufgaben im Heimbüro genauso bewältigen wie die vielen Dinge, die in der Familie so anfallen: Hier mal schnell einen Fotodruck vom Familienessen. Da ein Ausdruck vom Referat der Tochter. Und auf jeden Fall darf das neue Gerät nicht die Welt im Unterhalt kosten. Auf welche Drucktechnik sollte die Wahl fallen: Laser oder Tinte?


Die Antwort

Bei diesen Anforderungen liegen Sie mit einem Tinten-Multifunktionsgerät richtig. Es ist der wahre Alleskönner, wenn Sie berufliche und private Zwecke verbinden wollen. Denn die Geräte sind Meister im Verarbeiten unterschiedlicher Medien. Im Gegensatz zur Lasertechnik lässt sich mit Tinte auch beschichtetes Material wie Fotopapier bedrucken. Laser verursacht dagegen so hohe Temperaturen, dass sich die Schichten lösen und das Gerät verschmutzen und verkleben. Ein Defekt wäre die Folge. Außerdem kann nur ein Tinten-Kombi auch randlos drucken – wichtig, sonst sieht das Foto nicht wie ein Foto, sondern nur wie ein Ausdruck aus.

Als Allround-Multifunktionsgerät wie das Canon Pixma MG5450 empfiehlt sich inzwischen Tintentechnik: Sie verarbeitet viele Medientypen, benötig wenig Strom und bleibt in den Seitenpreisen im Rahmen
Vergrößern Als Allround-Multifunktionsgerät wie das Canon Pixma MG5450 empfiehlt sich inzwischen Tintentechnik: Sie verarbeitet viele Medientypen, benötig wenig Strom und bleibt in den Seitenpreisen im Rahmen
© Canon

Auch beim niedrigen Stromverbrauch liegen Tinten-Multifunktionsgeräte vorne. Gerade im Betrieb lassen sie Lasergeräte weit hinter sich, weil sie weniger Mechanik bewegen müssen. Hier ziehen Laserkombis gerne mehrere hundert Watt aus dem Netz. Wenn Tintengeräte dreißig Watt benötigen, ist das dagegen schon viel. Ein ähnliches Bild ergibt sich im Standby-Modus: Hier sinken die Werte bei Tintenkombis oft schon unter ein Watt. Das ist für Lasertechnik selbst dann nicht zu erreichen, wenn sich alle Lüfter abschalten.

Bleiben noch die Seitenpreise: Hier galten die Laserkombis lange als günstiger – gerade, wenn es um den Schwarzweißdruck ging. Doch auch auf diesem Gebiet haben die Tintenkombis aufgeholt. Seitenpreise von drei bis vier Cent für die Textseite sind gang und gäbe. Und beim Farbblatt lassen sie sogar das Laser-Multifunktionsgerät weit hinter sich. Denn inzwischen bieten die Hersteller Kartuschen mit hohen Reichweiten an, die den Preis für die Farbseite erträglich halten.

So machen Sie es richtig

Meiden Sie die günstigsten Tinten-Multifunktionsgeräte. Kostet ein Gerät nur fünfzig Euro, kriegen Sie auch nur Basisqualität. Für einen Allrounder sollten Sie schon gut hundert Euro einplanen. Dafür bekommen Sie aber auch ein belastbares Gerät mit Display und Duplex-Einheit. Außerdem ist auch WLAN standardmäßig an Bord, womit Sie das Gerät per Rechner, Tablet-PC und Smartphone ansteuern können.

Sicheres Backup: Externe Festplatte oder Cloud-Speicher?   Die Frage

Sie sind ständig unterwegs und haben stets mehrere Mobilgeräte dabei, denn ohne Smartphone, Tablet-PC und Notebook geht nichts. Jetzt stellt sich die Frage: Wie lassen sich diese Daten am besten sichern: Der Cloud anvertrauen oder doch besser auf einer externen Festplatte speichern?

Die Antwort

Gerade wenn Sie häufig mit mobilen Geräten arbeiten, schlägt die Cloud das Speichern auf einer externen Festplatte. Denn wer viel unterwegs ist, hat auf jedem Mobilgerät spezielle Daten: Die Präsentationen liegt auf dem Notebook, die Bilder auf dem Smartphone und die Filme auf dem Tablet-PC. Erfahrungsgemäß sind die wenigsten Menschen so konsequent, regelmäßig Backups davon auf einer externen Festplatte abzulegen. Abgesehen davon, dass dann noch ein weiteres Gerät ständig mit im Gepäck liegen müsste. Die Lösung: Entscheiden Sie sich für einen Cloud-Dienst wie etwa Dropbox. Hier können Sie alle Daten zentral ablegen. Zwar kosten dieses Dienste je nach benötigter Speicherkapazität eine monatliche Gebühr. Dafür sichern Sie die Daten aller Mobilgeräte an einem Ort und haben von jedem Gerät aus wiederum Zugriff.

Auch wenn Sie die Daten nicht an einem zentralen Ort sammeln wollen, etwa weil Sie fürchten, dass die Dienste nicht immer erreichbar sind, kommt die Cloud besser weg als die externe Festplatte: Streuen Sie einfach die Daten. Viele aktuelle Mobilgeräte bieten eigene Cloud-Backup-Lösungen. So liefert Microsoft bei Windows-8-Geräten mit Skydrive eine bequeme Backup-Lösung in der Cloud. Auch bei Tablet-PCs wie etwa dem iPad werden die Daten in der Apple-Wolke iCloud gesichert. In beiden Fällen sind fünf GB Kapazität gratis. Eine übergreifende Android-Cloud-Variante ist Google Drive. Hier müssen Sie allerdings selbst aktiv werden und die Daten hochladen. Da Sie für das Cloud-Backup immer eine Internetverbindung brauchen, kommt die externe Festplatte hier besser weg, denn sie funktioniert per lokalem Anschluss wie etwa USB. Andererseits muss heute niemand mehr lange offline sein, wenn er das nicht will. Selbst Vielreisende finden in Hotels, an Flughäfen oder in Großstädten öffentliche Hotspots, um ins Netz zu kommen: Die Browser-Verbindung zum Cloud-Dienst ist dabei gesichert, besonders Vorsichtige können die Dateien auch vor dem Übertragen verschlüsseln.

Die Cloud steht zu Hause: Anstelle einer externen Festplatte haben Sie mit Programmen wie Owncloud die eigene Wolke unterwegs dabei
Vergrößern Die Cloud steht zu Hause: Anstelle einer externen Festplatte haben Sie mit Programmen wie Owncloud die eigene Wolke unterwegs dabei
© Owncloud

So machen Sie es richtig

Selbst für Ultraskeptiker, die ihre Daten keinem fremden Ort anvertrauen wollen, gibt es eine Lösung: die eigene Cloud. Hier steht der Server – etwa eine Netzwerkfestplatte – zu Hause. Per Zusatzsoftware richten Sie den Speicherplatz inklusive Virenschutz und Zugriffsrechten ein. Dabei helfen Ihnen Programme von Plattenherstellern oder unabhängige Lösungen wie etwa Owncloud. Auch unterwegs nutzen Sie über den Webbrowser oder Apps für iOS und Android Ihre persönliche Wolke, synchronisieren Daten oder greifen auf Dokumente, Fotos und Filme zu.
 

Fotos: Kompaktkamera oder Kamerahandy?   Die Frage

Sie möchten Ihr Leben möglichst komplett festhalten, bei jeder Gelegenheit fotografieren, immer wieder Bilder Ihrer Erlebnisse machen, um Sie mit Freunden auf Facebook & Co zu teilen? Doch wozu sollen Sie greifen: einer Kompaktkamera oder einem Kamerahandy?

Hinweise auf eine gute Fotoqualität kann beispielsweise ein bekannter Objektivhersteller wie Carl Zeiss sein. Auch Smartphones von Kameraherstellern wie Samsung oder Sony können Kauftipps sein
Vergrößern Hinweise auf eine gute Fotoqualität kann beispielsweise ein bekannter Objektivhersteller wie Carl Zeiss sein. Auch Smartphones von Kameraherstellern wie Samsung oder Sony können Kauftipps sein
© Zeiss

Die Antwort

Nehmen Sie ein Kamerahandy! Das lässt Sie in den wichtigen Situationen Ihres Lebens nicht im Stich und ist, da Sie das Handy ohnehin immer dabei haben, schnell einsatzbereit. Außerdem können Sie die Bilder sofort ins Internet laden, was bei Digitalkameras bisher nur mit der Samsung Galaxy Camera per 3G, ansonsten nur mittels WLAN-Verbindung möglich ist. Ein weiterer Vorteil eines Kamerahandys: Sie sind frei in der Wahl Ihrer Bildbearbeitung und können diese sofort anwenden! Zwar liefern die meisten Kompaktkameras aufgrund ihrer größeren Bildsensoren und der besseren Optik auch die besseren Bilder - gerade bei wenig Licht. Wenn Sie Ihre Fotos jedoch nicht auf Postergröße aufziehen oder gar in Bildbänden veröffentlichen möchten, benötigen Sie diese Bildqualität nicht – vor allem, wenn Sie die Bilder nur auf Facebook & Co zeigen.

Außerdem hat sich die Bildqualität von Fotohandys in den letzten Jahren deutlich gebessert. Sony beispielsweise setzt in seinen Smartphones längst Digitalkameratechnik in Form von rückseitig beleuchteten Bildsensoren ein, und auch HTC hat mit den so genannten „Ultrapixeln“ im HTC One die Sensortechnik im Smartphone-Bereich revolutioniert. Auch die Funktionen in einem Kamerahandy können mittlerweile mit denen einer Mittelklasse-Kompaktkamera mithalten: Oft stehen ein schneller Autofokus, eine Belichtungskorrektur, Motivprogramme und eine Full-HD-Videofunktion zur Verfügung. Zudem lassen sich manche Funktionen auch per App nachrüsten. Auf ein optisches Zoom müssen Sie im Handy jedoch weiterhin verzichten.

So machen Sie es richtig

Gute Bildsensoren und Objektive kosten Geld. Wenn Sie auf gute Fotoqualität Wert legen, sollten Sie zu einem Handymodell aus der Mittel- bis Oberklasse greifen. Ob 5 oder 8 Megapixel ist dabei egal: Die Sensoren sind so klein, dass das Mehr an Auflösung kaum einen Unterschied macht. Außerdem fahren Sie gut mit einem Smartphone, dessen Hersteller auch im Kamerabereich tätig ist, also beispielsweise mit dem Sony Xperia Z oder dem Samsung Galaxy S4. Auch ein bekannter Objektivhersteller wie Carl Zeiss beim Nokia Lumia 920 kann ein Kaufgrund sein.


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