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Battle Royale

16.09.2003 | 12:18 Uhr |

Aus Japan kommen neben Gummimonstern auch einige ziemlich kranke Filme. Battle Royale basiert auf einem in Japan äußerst populären Roman und macht da keine Ausnahme: Autorität ist für die Jugend nach dem Jahrtausendwechsel ein Fremdwort.

Drastisch-genialer Film, der in der deutschen Fassung arg Federn lassen musste.

Aus Japan kommen neben Gummimonstern auch einige ziemlich kranke Filme. Battle Royale basiert auf einem in Japan äußerst populären Roman und macht da keine Ausnahme: Autorität ist für die Jugend nach dem Jahrtausendwechsel ein Fremdwort. Deshalb hat die Regierung unter Leitung eines ehemaligen Lehrers (Beat Takeshi) das Battle Royale-Programm ins Leben gerufen.

Eine willkürlich ausgesuchte Schulklasse wird auf eine Insel geschafft und mit explosiven Halsbändern und Waffen ausgerüstet. Sie haben drei Tage Zeit, sich gegenseitig das Licht auszupusten. Der letzte Überlebende wird verschont.

Unter der vordergründigen Actionverpackung steckt ein intelligenter, gesellschaftskritischer Film, der vor allem die derzeit vorherrschende Reality-TV-Manie aufs Korn nimmt. In der deutschen Fassung ist der Film nur noch ein Flickwerk, da er vieler drastischer Szenen beraubt wurde, um das Siegel "Strafrechtlich unbedenklich" zu erhalten.

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