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Die besten Nvidia PhysX-Spiele im Überblick

02.06.2010 | 17:00 Uhr |

Nvidias PhysX-Engine kann die Physikberechnungen auf Geforce-Grafikkarten auslagern. Wir fassen Spiele und Historie zusammen.

Wer heute ein 3D-Spiel startet und mit der Umgebung interagiert, erwartet ganz selbstverständlich, dass Schüsse, Explosionen und dergleichen zumindest auf einige der dargestellten Gegenstände realistische Auswirkungen haben. Bewegliche und zerstörbare Hindernisse sowie glaubwürdige Bewegungen von Rauch, Nebel oder Stoff gehören noch immer zu den beeindruckenden Grafikeffekten in Spielen. Dafür sind jedoch spezielle Berechnungen notwendig, die ab einem gewissen Umfang auch moderne Quad-Core-Prozessoren ins Schwitzen bringen können.

Nvidia hat daher vor zwei Jahren die Firma Ageia übernommen, um deren PhysX-Engine weiter zu entwicklen und auf den eigenen Geforce-Grafikkarten zu unterstützen. Viele Spiele nutzen PhysX »nur« als Physik-Engine, andere Spiele können einen Teil der Berechnungen auf die Grafikkarte auslagern. Die Entwicklung über die letzten Jahre und die besten PhysX-Spiele fassen wir an dieser Stelle zusammen.

Das Physik-Problem in Spielen wollte ein kleiner Hardware-Entwickler namens Ageia damit lösen, dass die Berechnungen auf einen Spezial-Prozessor namens PPU (Physics Processing Unit) ausgelagert werden. Im März 2005 wurde in San Jose auf der Game Developer Conference die erste PhysX-Zusatzkarte und die dazu passende Programmier-Schnittstelle vorgestellt. Es dauerte jedoch fast ein Jahr, bis erste Karten im Handel erschienen.

Zwar waren die angebotenen Produkte den Berechnungen auf CPUs eindeutig überlegen, stellten jedoch eine Zusatzausgabe dar, die nur wenig Spieler in Kauf nehmen wollten, zumal es so gut wie keine Spiele gab, die PhysX unterstützten. Spiele-Entwickler wiederum waren bei der Nutzung von Ageia PhysX sehr vorsichtig, weil es kaum Spieler gab, die davon einen Vorteil gehabt hätten. Auch sinkende Preise und Zusatzchips für Notebooks halfen wenig.

Doch vor genau zwei Jahren, am 13. Februar 2008, änderte sich die Situation schlagartig, denn der Grafikspezialist Nvidia übernahm Ageia und löste das Problem der nötigen Zusatzhardware – ab sofort sollten Nvidia-Grafikchips die Berechnungen übernehmen.

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Nvidia hatte mit CUDA (Compute Unified Device Architecture) bereits die Programmierung der Grafikprozessoren für parallele Berechnungen als Ziel ausgegeben und konnte PhysX in diesem Rahmen in sein Angebot einbauen. Der erste Treiber, der dies ermöglichte, erschien im August 2008. Unterstützt wird CUDA auf Grafikchips ab Geforce 8-Serie, dementsprechend gilt dies natürlich auch für PhysX.

Die von Ageia propagierte Hardwarebeschleunigung bleibt also erhalten, allerdings hat diese Art der Umsetzung einen kleinen Haken: die Leistung, die der Grafikchip für PhysX aufbringen muss, steht für die Berechnung der eigentlichen Grafik nicht mehr zur Verfügung. Bei Grafikkarten, die mit der 3D-Berechnung allein schon bis an die Grenze belastet sind, stellen aktivierte Physik-Berechnungen also keine Verbesserung dar – ganz im Gegenteil. Hier dürfte auch ein Grund dafür liegen, dass Nvidias PhysX zwar wesentlich besser angenommen wird als die Zusatzkarten von Ageia, aber es kein Spiele-Entwickler wagt, das Spiel selbst vorranging auf die Einsatz von PhysX auszurichten.

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