Datensicherung am Arbeitsplatz

Backup im Home Office: Das ist wichtig

Samstag den 24.05.2014 um 07:12 Uhr

von Johann Baumeister

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© iStockphoto.com/byryo
Das perfekte Backup im Home Office und Kleinunternehmen: PC-WELT zeigt, wie Sie mit Gratis-Tools die Daten Ihres Arbeitsplatz-Rechners binnen weniger Minuten sichern.
Die Daten sind das wichtigste Gut bei der Rechnernutzung. Allerdings nutzen die Daten allein meist nicht viel, man benötigt auch die passenden Programme, um Daten lesen und bearbeiten zu können. Versuchen Sie einmal eine Excel-Datei - diese hat die Dateierweiterung Endung xls oder xlsx - ohne das Programm Excel zu lesen. Es ist in der Regel unmöglich die Daten ohne ihre jeweiligen Programme zu nutzen (mitunter können Sie Dateien zumindest betrachten, wenn Sie einen passenden Viewer für das jeweilige Dateiformat installieren). Um ihren Bürorechner nutzen zu können müssen also sowohl die Daten als auch die dazu passenden Anwendungsprogramme verfügbar sein. Daher gehören beim Thema Backup die Sicherung der Daten und die Verfügbarkeit der Programme immer zusammen.


Ein Unterschied aber besteht doch: Die Anwendungsprogramme sind durch die Hersteller immer verfügbar und können daher jederzeit rekonstruiert werden. Ihre Daten aber sind unwiederbringlich verloren – falls Sie diese vor dem Ausfall nicht gesichert haben.

Backup-Tools gibt es kostenlos und kostenpflichtig

In diesem Beitrag gehen wir daher auf die Sicherung der Daten und die Verfügbarkeit der Programme ein. Die Datensicherung von Hand, also durch den Gebrauch des Windows-Dateimanagers oder des Copy-Befehls im DOS-Fenster durchzuführen, ist möglich aber mühsam. Viel einfacher geht es, wenn Sie sich eines der zahlreichen frei verfügbaren Werkzeuge bedienen. Für den SOHO-Anwender sind diese Tools meist kostenlos.

Norton Online Backup vorgestellt
Norton Online Backup vorgestellt

Diese frei verfügbaren Backup-Tools stehen, obgleich sie im Funktionsumfang meist begrenzt sind, den kommerziellen Backup-Lösungen nicht unbedingt nach. Für spezielle Problemstellungen mögen Freeware-Backup-Programme durchaus eine preiswerte Alternative sein. Gleichzeitig sollte man aber auf eine ausreichende Dokumentation achten. Verfügbar sind die Tools meist als Downloadversionen von den Webseiten der Hersteller oder Vertriebspartner. Wird allerdings Support benötigt, so ist dieser meist kostenpflichtig oder Sie müssen sich über Webforen selbst behelfen.

Sicherung Ihrer Daten: Zwei Backup-Varianten

DirSync ist kostenlos, in wenigen Minuten eingerichtet und
hilft bei der Datensicherung.
Vergrößern DirSync ist kostenlos, in wenigen Minuten eingerichtet und hilft bei der Datensicherung.

Bei der Sicherung gilt es generell zwischen zwei Varianten zu unterscheiden. Im einfacheren Fall sichern Sie lediglich Ihre Daten – und nur diese. Die gesamte Rechnerkonfiguration, dieKonfiguration der Anwendungssoftware, die Registry und die Programme selbst bleiben dabei außen vor. Traybackup und DirSync sind Beispiele für frei verfügbare Backup-Tools, die eine einfache Datensicherung erlauben. Tools dieser Art ermöglichen sowohl die Sicherung einzelner Dateien, aber auch ganzer Verzeichnisse (inklusive Unterverzeichnisse). Durch Filter und der Eingrenzung der Dateitypen lassen sich die Sicherungen dabei an die eigenen Anforderungen anpassen. Dabei können Sie beispielsweise festlegen, dass Sie wichtige Dokumente wöchentlich, weniger wichtige Daten aber nur monatlich sichern. Meist bieten diese Tools auch die Möglichkeit, nur neue und veränderte Dateien zu sichern (inkrementelles Backup).


Das GUI von TrayBackup ist vielleicht nicht ganz so
ansprechend. Dafür liefert das Tool aber viele
Einstellmöglichkeiten.
Vergrößern Das GUI von TrayBackup ist vielleicht nicht ganz so ansprechend. Dafür liefert das Tool aber viele Einstellmöglichkeiten.

Wenn Sie das Backup mit den genannten Tools durchführen müssen Sie darauf achten, dass das Sicherungsziel auf einem anderen physikalischen Medium liegt. Am besten sichern Sie auf eine externe USB-Platte oder, falls Sie eine zweiten Rechner haben, auf eine Festplatte diese zweiten PCs, denn eine Ausfall beider Platten ist eher unwahrscheinlich. Um nach einem Ausfall des Rechners wieder arbeiten zu können, müssen Sie auf dem neuen Rechnersystem zuerst das Betriebssystem und die Programme einrichten und können dann im zweiten Schritt ihre Daten wieder zurücksichern.

Samstag den 24.05.2014 um 07:12 Uhr

von Johann Baumeister

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