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Automatische Tasks nutzen

Sie vergessen immer wieder, bestimmte Standardaufgaben regelmäßig durchzuführen. Dazu gehören zum Beispiel die Datensicherung, der Virenscan oder das Aufräumen temporärer Daten. Den PC bei längerer Abwesenheit zu sperren, gehört ebenfalls zu den versäumten Pflichten. Wir erklären Ihnen, wie Sie für solche Aktionen den Windows-Taskplaner einsetzen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Sie vergessen immer wieder, bestimmte Standardaufgaben regelmäßig durchzuführen. Dazu gehören zum Beispiel die Datensicherung, der Virenscan oder das Aufräumen temporärer Daten. Den PC bei längerer Abwesenheit zu sperren, gehört ebenfalls zu den versäumten Pflichten.

Lösung:

Überlassen Sie den Start solcher Aktionen nicht dem Zufall, sondern besser dem Windows-Taskplaner (2000, XP). Über %windir%\Tasks oder über "Systemsteuerung, Geplante Tasks" erreichen Sie den Assistenten "Geplanten Task hinzufügen". Er präsentiert eine Liste von Anwendungen, die Ihnen für die Zwecke der Systemwartung allerdings selten weiterhilft. Wählen Sie daher "Durchsuchen", wenn Sie eine bestimmte Sicherungs-Batchdatei oder ein Script auslösen wollen. Alternativ klicken Sie auf eine beliebige angebotene Anwendung, um die Befehlszeile später manuell zu korrigieren.

Im nächsten Dialog des Assistenten geht es um den Zeitplan: Legen Sie hier die gewünschte Frequenz fest. Wenn Sie die hier nicht aufgeführte Option "Im Leerlauf" wünschen, müssen Sie vorerst eine andere anklicken und sie später nach Ihren Vorstellungen anpassen. Nach zwei weiteren Dialogen zur Uhrzeit und zum Benutzerkennwort schließen Sie den Assistenten ab. Per Rechtsklick und "Eigenschaften" können Sie nun den neuen Task, falls nötig, manuell ändern.

Tipp 1:

Auf der Registerkarte "Task" korrigieren oder erweitern Sie die Befehlszeile. So ist es etwa für eine automatische Virensuche unerlässlich, den Scanner in einem Batchmodus zu starten, der auf Benutzereingaben verzichtet. Jeder Scanner unterstützt solche Aufrufoptionen, bei Antivir PE von H+B EDV sind das beispielsweise die Schalter /b und /bask. Am besten eignet sich /bask+, weil Sie damit einen Schlussbericht erhalten.

Tipp 2:

Die Registerkarte "Zeitplan" bietet die zusätzliche Option "Im Leerlauf". Damit können Sie Tasks nach einer bestimmten Leerlaufzeit des PCs aufrufen. Das ist oft flexibler, als wenn Sie eine feste Zeit angeben, etwa für die Mittagspause, die sich doch immer wieder verschiebt oder ausfällt. So könnte etwa nach 20 Minuten Leerlauf eine Sicherungsbatch starten.

Um den PC automatisch zu sperren, ist dagegen eine kurze Leerlaufzeit etwa von drei bis fünf Minuten besser. Hier eignet sich dieser Befehl:

rundll32.exe user32.dll,LockWorkStation

Tipp 3:

Damit sich der PC zu einer bestimmten Uhrzeit abschaltet, verwenden Sie auf der Registerkarte "Tasks" den Befehl "shutdown -s". Shutdown.EXE ist ein Standard-Tool von Windows XP und läuft auch unter Windows 2000. Ob der Rechner sich dann komplett ausschaltet oder mit der Meldung stehen bleibt, dass Sie ihn jetzt ausschalten können, hängt - wie beim manuellen Herunterfahren - von der Hauptplatine ab.

Dienst "Schedule"
Der für "Geplante Tasks" notwendige Windows-Dienst erscheint unter Services.MSC als "Taskplaner". Der interne Name lautet "Schedule". Sie können ihn mit der Services-Konsole beenden oder neu starten. Unter Windows XP funktioniert das auch mit dem Kommando "sc stop schedule" oder "sc start schedule".

Taskplaner-Optionen
Der Taskplaner bietet unter anderem die Option "Beim Starten des Computers". Sie unterscheidet sich von den anderen Optionen in einem Punkt: Tasks, die Sie "Beim Starten des Computers" festlegen, arbeiten im Hintergrund und ohne dass der Anwender sie beeinflussen kann. Sie sind lediglich im Task-Manager sichtbar und über diesen oder ein ähnliches Tool zu beenden.

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